Modern Value, KI-Revolution & die Kunst, in unruhigen Zeiten cool zu bleiben

Heiko Böhmer, Shareholder Value Management AG
Blog

Herzlich willkommen in der wunderbaren Welt der Aktien – und ja, ich benutze diesen Satz bewusst, denn selten war diese Welt so aufregend, so überhitzt und gleichzeitig so voller Chancen wie heute.

04.02.2026 | 08:57 Uhr

Wenn wir über 2026 sprechen, sprechen wir über ein Börsenjahr, in dem künstliche Intelligenz die Stimmung bestimmt, in dem Anleger nach Orientierung suchen – und in dem wir Modern Value als Kompass nutzen, um die wirklich guten Unternehmen zu finden.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist mit der KI-Blase?

2. Hyperscaler-Boom: 500 Milliarden Investitionsvolumen in nur einem Jahr

3. Bei Modern Value steht der Manager im Fokus

4. 2026 – das Jahr der Chancen für Investoren

Was ist mit der KI-Blase?

Beginnen wir mit der Frage, die mir inzwischen wahrscheinlich häufiger gestellt wird als meiner Familie: „Heiko, sind wir in einer KI-Blase?“
Nun – in meinen Vorträgen gehen meistens nur ein oder zwei Hände hoch, wenn ich danach frage. Und das ist interessant. Denn die Kursverläufe einiger KI-Favoriten erinnern durchaus an Zeiten, die wir schon hinter uns geglaubt hatten. Aber: Eine Blase definiert sich nicht allein über hohe Bewertungen, sondern über eine völlig unrealistische Erwartungshaltung. Und genau hier wird es spannend.

Ja, KI ist gewaltig. Ja, KI wird alles verändern. Aber nein: Nicht jede Aktie wird dank KI automatisch zur Rakete, und nicht jede Rakete bleibt oben. Deshalb teilen wir unsere Investments in vier Kategorien ein: direkte Profiteure, indirekte Profiteure, KI-Optionalitäten und – mein persönlicher Favorit – die KI-Unabhängigen, die sich von dem ganzen Hype nicht aus der Ruhe bringen lassen. Rückversicherer zum Beispiel. Künstliche Intelligenz mag vieles verändern, aber sie baut keine Rücklagen und reguliert keine Großschäden. Dafür brauchen wir auch in Zukunft Menschen und robuste Geschäftsmodelle.

Hyperscaler-Boom: 500 Milliarden Investitionsvolumen in nur einem Jahr

Doch bevor wir zu tief in die Details gehen, ein kurzer Seitenblick auf die Hyperscaler. Die investieren aktuell pro Jahr ungefähr das, was Deutschland an Sondervermögen in zwölf Jahren verteilt. 500 Milliarden Dollar – in einem Jahr. Man kann darüber streiten, ob das gesund ist. Wir nicht. Wir schauen lieber darauf, wer dabei verdient. Und das sind nicht immer die offensichtlichen Namen. Nvidia? Sicher ein hervorragendes Unternehmen. Aber was, wenn in fünf Jahren auf den Chips keine Nvidia-Logos mehr stehen, sondern die Eigenentwicklungen der Hyperscaler? Google macht es vor. Amazon macht es. Microsoft auch.

Deshalb suchen wir Unternehmen, die profitieren, ohne von einem einzigen Trend abhängig zu sein. ASML etwa, die mit ihrer Lithografie-Technologie einen Burggraben besitzen, der breiter ist als die Spree in Berlin. Oder Microsoft – nicht, weil sie das beste KI-Modell haben, sondern weil sie die Plattformen besitzen, auf denen KI eingesetzt wird. Datenschlägt Modell – das sehen wir gerade sehr deutlich.

Bei Modern Value steht der Manager im Fokus

Doch Modern Value geht viel tiefer. Wir investieren nicht in Geschäftsmodelle.
Wir investieren in Menschen. Charlie Munger nannte sie „Outsider CEOs“, und wenn es einen Begriff gibt, der Modern Value perfekt beschreibt, dann diesen. Das sind Manager, die nicht für Ruhm arbeiten, nicht für Empire Building, sondern für Ergebnis. Menschen mit eigenem Geld im Unternehmen, die somit „Skin in the Game“ haben. Menschen, die wachsen, aber diszipliniert wachsen – die nicht nach Größe streben, sondern nach Kapitalrendite.

Ein Paradebeispiel dafür ist Diploma, ein Unternehmen, das Mission-Critical-C-Teile vertreibt. Dinge, die billig aussehen, aber teuer werden, wenn sie fehlen. Dazu gehören viele kleine Bauteile z.B. bei Flugzeugen. Die müssen extrem hohe Standards erfüllen und sind deshalb sehr teuer. Doch in Bezug auf die Gesamtkosten spielen einzelne Schrauben oder Federn keine große Rolle.

Daraus resultiert ein stabiles Geschäftsmodell: 14 Prozentorganisches Wachstum, vier Übernahmen im letzten Quartal – und all das, ohne die typische Konzernbürokratie, die gute Ideen zuverlässig ausbremst. Diploma zeigt, wie Modern Value funktioniert: hohe Kapitalrenditen, niedrige Verschuldung, diszipliniertes Wachstum – und ein Management, das verstanden hat, dass Kultur kein weiches Thema ist, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Und ja, KI spielt auch hier eine Rolle. Aber nicht als Risiko. Als Verstärker. Als Werkzeug. Als Beschleuniger. Gute Unternehmen werden durch KI besser. Mittelmäßige Unternehmen werden schneller entlarvt.

Natürlich gibt es Risiken. Natürlich gibt es Klumpen an den Börsen. Natürlich kann man die MSCI-Leiter nicht bis in den Himmel verlängern. Aber es gibt auch Wachstumsinseln. Rückversicherer etwa, die nach Jahren boomender Prämien jetzt in eine Phase fallen, in der die Marktpreise wieder anziehen könnten. Oder Qualitätsaktien, die nach heftigen Rotationen günstig geworden sind – ein Geschenk für diejenigen, die geduldig bleiben.

2026 – das Jahr der Chancen für Investoren

2026 wird ein Jahr der Chancen. Das gilt nicht für Spekulanten, sondern vielmehr für Investoren. Und Modern Value ist dabei kein Trend. Es ist eine Disziplin, ein stetiger Prozess und ein Versprechen an die Investoren: Mehr Ertrag bei weniger Risiko. Wer das versteht, muss KI nicht fürchten – sondern kann sie souverän nutzen. Wir tun das in unserer Investment-Watchliste, mit der wir all unsere Mandate bestücken. Ob Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen oder Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value: Wir leben Aktien für unsere Kunden nach der Modern Value-Strategie für den stetigen Vermögensaufbau mit Aktien.


Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG des Fonds ausschließlich auf Rechnung und unter der Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Bei den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten.

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