

Der Iran-Krieg hat einen Wandel der Kapitalmärkte angetrieben, und das wirkt sich auch ganz direkt auf das Portfolio unseres Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value aus.
25.03.2026 | 08:03 Uhr
Wo
vor wenigen Monaten noch starke Narrative wie KI-Disruption oder
geopolitische Risiken im Vordergrund standen, tritt nun ein
regelbasierter, qualitätsorientierter Anlageprozess in den Vordergrund.
Und genau hier zeigt sich, was ein strukturierter Ansatz leisten kann:
Er nutzt Bewegungen nicht nur zur Risikoabbau, sondern auch zur Chance.
Unser Modern-Value-Ansatz investiert nicht nach Gefühl, sondern nach
klaren Kriterien: langfristige Wettbewerbsvorteile, operative
Stabilität, finanzielles Wachstum, und nicht zuletzt eine faire
Bewertung mit Sicherheitsmarge. Was sich durch KI verändert hat, ist die
Art, wie wir diese Kriterien operationalisieren – besonders das
Gewicht, das wir datenbasierten Wettbewerbsvorteile beimessen. Aber an
unserem grundsätzlichen Ansatz – Qualität vor kurzfristigem Hype – hat
sich nichts geändert. 1. Ryanair: Kein klassisches Value – aber Modern Value 2. Amazon: Kein reiner Technologiewert – aber Modern Value 3. Rebalancing-Prozess bietet systematische Chancen und begrenzte Risiken Das jüngste Rebalancing im ETF ist ein gutes Beispiel dafür, wie
dieser Prozess funktioniert: Gewinner werden diszipliniert reduziert,
Titel mit temporärer Schwäche aber solidem Fundament werden wieder
stärker gewichtet. Und natürlich gab es auch neue Ein- und Ausstiege in
unserer 25-Titel-Konstruktion. Zwei neue Werte haben ihren Weg in den Modern-Value-Index gefunden:
Ryanair und Amazon. Diese Aufnahmen spiegeln wider, wie wir
Renditechancen und strukturelle Wettbewerbsvorteile neu bewerten. Ryanair ist
nicht unbedingt ein typischer Value-Titel im klassischen Sinne, aber
die Airline zeigt aus unserer Sicht eine starke Kombination aus
Preissetzungsmacht, operativer Disziplin und Effizienz in einer Branche,
die in den vergangenen Jahren enorme Strukturveränderungen erlebt hat.
Niedrige Kosten, hohe Kapazitätsauslastung und eine nach wie vor hohe
Nachfrage nach kostengünstigem Luftverkehr geben diesem Geschäftsmodell
einen robusten Charakter. Viele traditionelle Airlines kämpfen weiterhin
mit übergroßen Flottenkosten und Ungleichgewichten, während Ryanair
durch schlanke Prozesse, Fokus auf Kostenkontrolle und stetige
Gewinnsteigerung beeindruckt. Dieses Profil passt zu unserem
Modern-Value-Ansatz: hohe operative Effizienz, klare Marktpositionierung
und langfristiges Ertragspotenzial. Interessant ist Amazon als
neuer Wert im ETF. Lange Zeit wurde Amazon eher als Wachstumsstory
gesehen, weit entfernt vom klassischen Value-Universum. Doch unsere
Analyse zeigt, dass sich die Bewertungslandschaft verändert hat. Amazon
kombinierte in den letzten Jahren kontinuierlich hohe freie Cashflows,
Marktführerschaft im E-Commerce und eine dominante Stellung im
Cloud-Computing über AWS. Unsere Bewertung berücksichtigt nicht nur die
traditionell hohen Wachstumsraten, sondern auch die zunehmende
Profitabilität und Kapitaldisziplin des Unternehmens. Vor allem aber hat
Amazon eine Art „Daten-/Betriebs-Moat“, der schwer replizierbar ist:
Logistiknetzwerke, Amazon Prime-Bindung, AWS-Marktanteile und eine
stetig wachsende Plattformökonomie. Für uns ist Amazon damit ein
Unternehmen, das trotz technologischer Transformation einen
langfristigen Wettbewerbsvorteil besitzt – und ab einem faireren
Bewertungsniveau wieder für ein Value-orientiertes Portfolio infrage
kommt. Auf der anderen Seite des Rebalancing standen auch Titel, die den Modern-Value-Index verlassen haben – namentlich Booking.com und Azelis.
Booking.com war lange im Portfolio, weil es über Jahre hinweg starke
Marktpositionen im Online-Reisevertrieb und wiederkehrende Umsatzströme
aufwies. Doch in letzter Zeit hat sich gezeigt, dass das Geschäftsmodell
eines solchen Online-Aggregators zunehmend schwieriger zu bewerten ist:
Margendruck durch Wettbewerbsdruck, Verschiebungen im Reiseverhalten
nach der Pandemie und Unsicherheiten im digitalen Werbemarkt haben die
Attraktivität des Burggrabens geschmälert. Kurz gesagt: Der
Wettbewerbsvorteil war nicht mehr so klar, dass er die Risiken einer
hohen Bewertung halten konnte. Deshalb wurde die Position im Rahmen des
Rebalancing reduziert und schließlich ganz aus dem Index genommen. Azelis ist ein Spezialist im Chemiedistributionsbereich mit einem
soliden Geschäftsmodell, aber auch hier hat sich unsere Bewertung
geändert. Die steigende Fragmentierung der Branche, erhöhte Kosten im
Beschaffungsprozess und eine sich verschiebende Nachfrage nach
speziellen Produkten haben dazu geführt, dass der wirtschaftliche
Burggraben weniger gut erkennbar ist als früher – jedenfalls nicht stark
genug im Vergleich zu anderen verfügbaren Titeln. Im aktiven
Rebalancing wurde daher Platz geschaffen für Werte, deren strukturelle
Wettbewerbsvorteile aus unserer Sicht klarer und nachhaltiger sind. Diese Bewegungen zeigen, wie der Modern-Value-Ansatz systematisch
Chancen nutzt und Risiken begrenzt: Es geht nicht um kurzfristiges
Hype-Trading, sondern um langfristige Wettbewerbsvorteile, faire
Bewertung und robustes Wachstum. Und genau hier zeigt sich die Stärke unseres ETF-Ansatzes:
Regelbasiert, aber handlungsfähig; systematisch, aber
wachstumsorientiert. Rebalancing ist dabei kein Selbstzweck. Es sorgt
dafür, dass wir Gewinner nicht „lieber drin lassen, weil sie gerade gut
laufen“, sondern dass wir im Gegenteil genau dann verkaufen, wenn die
Bewertung überhitzt ist. Und wir kaufen dort, wo die Kombination aus
Qualität und Bewertung wieder attraktiv ist. Ryanair und Amazon sind aktuelle Beispiele hierfür: Zwei Unternehmen
mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen, aber jeweils mit klar
erkennbaren Wettbewerbsvorteilen und langfristigem Wachstumspotenzial.
Gleichzeitig haben Booking.com und Azelis den Modern Value Index
verlassen müssen, weil sich ihre fundamentalen Profile in den aktuellen
Marktgegebenheiten nicht mehr ausreichend von der Konkurrenz abheben
konnten. Das letzte Rebalancing zeigt, dass Modern Value nicht starr ist –
aber auch nicht sprunghaft. Es ist ein Ansatz, der Disziplin mit
Opportunismus verbindet, Struktur mit Flexibilität und Qualität mit
Bewertung. Und genau das brauchen Anleger in einem Umfeld, in dem Narrative wie
KI, geopolitische Risiken oder Energiepreisvolatilität zwar dominieren –
aber am Ende langfristiger Wertzuwachs nur durch solide
Geschäftsmodelle, verlässliche Cashflows und ausgeprägte
Wettbewerbsvorteile erzielt wird. Aktualisiert, diszipliniert, langfristig orientiert – das ist der Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value.
Und das aktuelle Rebalancing ist ein Beispiel dafür, wie dieser Ansatz
in der Praxis wirkt, nicht nur für heute, sondern für die kommenden
Jahre.Inhaltsverzeichnis
Ryanair: Kein klassisches Value – aber Modern Value
Amazon: Kein reiner Technologiewert – aber Modern Value
Rebalancing-Prozess bietet systematische Chancen und begrenzte Risiken
Dies
ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und
das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die
Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2
Abs. 2 Nr. 4 WpIG des Fonds ausschließlich auf Rechnung und unter der
Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73,
20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1
WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Bei
den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der
zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit
über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen
Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie
tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und
wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten.
Diesen Beitrag teilen: