

Manchmal braucht es eine Zahl, um einen ganzen Trend zu verstehen. Hier ist sie: 2027 werden die 493 Unternehmen im S&P 500 — all jene, die nicht zu den Magnificent 7 gehören — ein Gewinnwachstum von 23 Prozent erzielen. Die Mag 7 selbst? 20 Prozent. Die Underdogs überholen das Spitzenfeld
01.07.2026 | 13:24 Uhr
1. Wie die Magnificent 7 ihren Vorsprung verspielen 2. Qualität zum Schnäppchenpreis 3. Was bedeutet das für Ihr Depot? Das ist keine Prognose aus dem Bauch heraus — das sind die aktuellen
Konsensschätzungen, zusammengetragen von Apollo-Chefvolkswirt Torsten
Slok. Und diese eine Zahl erzählt eine Geschichte, die vielen Anlegern
noch nicht bewusst ist: Die Ära der ungefragten Mag-7-Dominanz geht zu
Ende. Was jetzt folgt, ist eine Marktrotation — weg von
Wachstumsfantasie, hin zu echter Qualität. Noch 2023 war das Bild eindeutig: Die Mag 7 wuchsen mit 47 Prozent —
der Rest des S&P 500 schrumpfte um 16 Prozent. Ein Abstand von 63
Prozentpunkten. Das rechtfertigte Bewertungsaufschläge, dominierte die
Schlagzeilen, zog das Kapital an. Verständlich. Seitdem schrumpft dieser Vorsprung mit jedem Quartal. 2026: 19
Prozent für die Mag 7, 15 Prozent für den Rest. Noch ein Unterschied —
aber kein Graben mehr. Und 2027 dreht sich das Bild nach aktuellem Stand
um. Das liegt nicht daran, dass der Rest plötzlich so viel besser wird.
Es liegt daran, dass die Mag 7 ein strukturelles Problem haben: ihren
eigenen Erfolg.Inhaltsverzeichnis
Wie die Magnificent 7 ihren Vorsprung verspielen
Die Magnificent 7 sind Apple, Microsoft, Alphabet (Google), Amazon,
Meta, Nvidia und Tesla – die sieben größten US-Technologiekonzerne, die
seit 2023 die Wertentwicklung des S&P 500 maßgeblich geprägt haben.
Weil die Hyperscaler unter den Mag 7 (Amazon, Google, Microsoft,
Meta, Oracle) einen wachsenden Teil ihres operativen Cashflows in
KI-Rechenzentren investieren. Das senkt ihren freien Cashflow, aus dem
Dividenden, Aktienrückkäufe und Wachstum finanziert werden. Die übrigen
493 Unternehmen im S&P 500 sollen laut aktuellen Konsensschätzungen
2027 mit 23 Prozent wachsen; die Mag 7 nur mit 20 Prozent.
Fragen zu den Magnificent 7
Welche Titel stehen für die Magnificent 7?
Warum sollen die Gewinne außerhalb der Magnificent 7 ab 2027 stärker wachsen?
Gemeint
ist das KI-Capex. Die großen Hyperscaler — Amazon, Google, Microsoft,
Meta, Oracle — investieren derzeit einen immer größeren Teil ihres
operativen Cashflows in Rechenzentren. Die Folge ist mathematisch
schlicht: Weniger Free Cashflow. Und Free Cashflow ist das, woraus am
Ende Dividenden, Aktienrückkäufe und Wachstum finanziert werden. Das
Fundament bröckelt — auch wenn der Aktienkurs das noch nicht vollständig
widerspiegelt.
Das Bewertungsniveau des Gesamtmarkts liegt nahe Allzeithochs beim
konjunkturbereinigten KGV. Gleichzeitig notieren Software-Aktien
jenseits der großen Hyperscaler auf dem niedrigsten relativen
Bewertungsniveau seit Jahren. Der Markt ignoriert systematisch alles,
was kein KI-Etikett trägt. Genau das schafft die Gelegenheiten, die wir
suchen. Nehmen wir Microsoft. Das Unternehmen hat seinen operativen Gewinn in
vier Geschäftsjahren beinahe verdoppelt. Das Cloudgeschäft wächst, die
Azure-Plattform gewinnt Marktanteile, das Geschäftsmodell wird breiter.
Und der Aktienkurs? Steht im laufenden Jahr mehr als 20 Prozent im
Minus. Das ist das Paradox, das wir gerade an den Märkten erleben:
operative Stärke mündet in einer Kursschwäche. Das gleiche Bild bei der Münchener Rück: eines der profitabelsten
Versicherungsunternehmen der Welt, stabile Dividende, starke
Zeichnungsqualität — unter Druck, weil es kein KI-Label gibt. Oder
Scout24: wirtschaftlicher Burggraben im Immobiliengeschäft, kaum zu
ersetzen — abgestraft, weil jemand fragt, ob man in drei Jahren noch ein
Immobilienportal braucht. Die Antwort lautet: ja, sehr wahrscheinlich
auch in zehn Jahren noch. Warren Buffett hat es präzise formuliert: "It's far better to buy a wonderful company at a fair price than a fair company at a wonderful price." Wunderbare Unternehmen zu fairen — manchmal sogar sehr günstigen —
Preisen: Das ist genau das, was der Markt gerade anbietet. Außerhalb der
Mag 7. Der Modern Value-Ansatz sucht genau diese Konstellation:
Qualitätsunternehmen mit echtem Burggraben, hohen Kapitalrenditen und
stabilen Cashflows — und kauft sie dann, wenn der Markt sie gerade links
liegen lässt. Klassisches Value Investing reicht nicht: Ein günstiges
Unternehmen ohne Wachstumsperspektive bleibt günstig. Modern Value
kombiniert Qualität mit Bewertungsabschlag. Unsere Watchlist mit rund 100 Qualitätstiteln sendet derzeit ein
klares Signal: Die Renditeerwartungen steigen — nicht weil die
Unternehmen schlechter werden, sondern weil die Kurse gefallen sind,
während die operativen Ergebnisse stark bleiben. Das ist die
Sicherheitsmarge, auf die Value-Investoren warten. Die Frage ist nicht, ob Qualitätsaktien sich erholen werden. Die
Frage ist nur, wann. Und wer dann nicht investiert ist, hat die
Gelegenheit verpasst. Qualitätsaktien nach dem Modern Value-Ansatz gehören somit in jedes
Depot. Nicht als Wette auf den nächsten Hype — sondern als strukturelles
Fundament für langfristigen Vermögensaufbau.Qualität zum Schnäppchenpreis
Was bedeutet das für Ihr Depot?
Dies
ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und
das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die
Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2
Abs. 2 Nr. 4 WpIG des Fonds ausschließlich auf Rechnung und unter der
Haftung der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Heidenkampsweg 73,
20097 Hamburg tätig. Die NFS ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1
WpIG und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Bei
den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der
zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit
über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen
Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie
tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und
wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten.
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