

Wenn wir über 2026 sprechen, dann sprechen wir nicht über irgendein Börsenjahr. Wir sprechen über ein Umfeld, in dem sich gleich mehrere tektonische Platten gleichzeitig verschieben – wirtschaftlich, politisch und monetär.
11.02.2026 | 08:46 Uhr
Kurz:
2026 wird ein Jahr, in dem die Kapitalmärkte endgültig erwachsen werden
müssen. Und wir alle gleich mit. Mit dem turbulenten Januar haben wir
alle schon einen Vorgeschmack bekommen auf das, was in den kommenden
Monaten noch vor uns liegen könnte. 1. Deutschland: Vom Wohlstandswunder zur Wohlstandswarnung 2. USA 2026: Schulden, Zölle und die große geldpolitische Frage 3. Europa: Stabil, unterschätzt – und vielleicht der heimliche Gewinner 2026 4. Rohstoffe: Das Comeback einer unterschätzten Anlageklasse 5. Fazit: 2026 ist kein Jahr für Zauderer – sondern für klare Entscheidungen So zeigen schon die ersten großen Themen des Jahres: Die Liste der
Herausforderungen wird nicht kürzer. Digitalisierung, Demografie,
geopolitische Spannungen, Klimakosten und wachsende Staatsschulden
drücken gleichzeitig auf das System. Die Märkte müssen ihre Richtung
finden – und Anleger ebenfalls. Deutschland erlebt weiterhin eine schmerzhafte wirtschaftliche Realität. Die frühere Dreifaltigkeit aus „Sicherheit aus den USA“, „billiger Energie aus Russland“ und „Exportdynamik in China“ existiert nicht mehr. Was früher Wohlstand gesichert hat, ist heute ein Konjunkturrisiko. Dazu kommt ein struktureller Trend: Die Steuereinnahmensteigen zwar,
aber die Staatsausgaben steigen schneller. Die demografischen Lasten –
Rente, Pflege, Gesundheit – wachsen unaufhaltsam. Deutschland ist in den
vergangenen Jahren beim Wachstum im internationalen Vergleich
weitzurückgefallen. Das ist für Anleger kein Drama, aber ein klares Signal: 2026sollte
man Deutschland nicht als Wachstumsmotor betrachten und das trotz der
milliardenschweren Konjunkturpakete.Inhaltsverzeichnis
Deutschland: Vom Wohlstandswunder zur Wohlstandswarnung
Während Deutschland stagniert oder bestenfalls minimal konjunkturell
zulegt, gehen die USA mit voller Geschwindigkeit in ein
Schuldenzeitalter. Die Staatsverschuldung steigt seit Jahren schneller
als die Wirtschaftsleistung – und die impliziten Verpflichtungen der
nächsten Jahrzehnte sprengen längst jede politische Realität. Interessant ist, wie die Welt darauf reagiert: Ausländische
Zentralbanken kaufen heute deutlich mehr Gold als US-Staatsanleihen. Der
„sicherste Hafen der Welt“ in Form der US-Staatsanleihen verliert an
Strahlkraft. Das ist ein langfristiges Warnsignal – kein akutes, aber
eines, dass man als Anleger im Hinterkopf behalten sollte. Hinzu kommt die neue US-Handelspolitik. Höhere Importzölle treffen
vor allem europäische Kernindustrien: Chemie, Pharma, Maschinenbau und
den Automobilsektor. Für manche Unternehmen bedeuten die Zölle
Kostensteigerungen im zweistelligen Prozentbereich. Ein neuer
transatlantischer Handelskonflikt ist damit nicht ausgeschlossen. Und dann die wichtigste Frage: Bleibt die Fed politisch unabhängig? Die Diskussionen der vergangenen Monate zeigen: Es gibt starke
politische Kräfte, die eine geldpolitische Strategie favorisieren, bei
der die Zinsen unterhalb der Inflation liegen. Das nennt sich
„finanzielle Repression“ – ein eleganter Begriff für eine weniger
elegante Realität: Anleihebesitzer verlieren real Geld, während Staaten
ihre Schulden entwerten. Die Folgen an den Kapitalmärkten sind eindeutig: Für Anleihen ist ein
solches Szenario ein Risiko, für Aktien wäre das eine Chance. Europa hat zwar weiterhin strukturelle Probleme, aber viele
europäische Unternehmen zeigen eine beeindruckende Robustheit: solide
Geschäftsmodelle, starke Marktpositionen, attraktive Bewertungen und
stabile Cashflows. In einem Umfeld, in dem die USA politisch unberechenbarer und teurer
werden, könnte Europa für internationale Anleger plötzlich wieder
interessant sein. Nicht spektakulär, aber solide – und solide ist 2026
eine echte Investmentqualität. Während Staatsanleihen an Vertrauen verlieren, erlebt Gold ein
Comeback. Notenbanken kaufen so viel wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Silber profitiert zusätzlich von der industriellen Nachfrage und der
allgemeinen Unsicherheit. Was bedeutet das alles für Anleger? Drei zentrale Erkenntnisse 1. 2026 bringt klare Trends und klare Brüche. Statt globaler Harmonie erleben wir eine neue Phase der
Fragmentierung. Kapital wird politischer, Wirtschaftspolitik
interventionistischer. 2. Aktien bleiben alternativlos. In einem Umfeld, in dem Staaten Schulden über Inflation entwerten und
sichere Zinsen real negativ werden, sind Sachwerte die logische
Antwort. 3. Europa könnte zur Überraschung des Jahres werden. Nicht, weil alles glänzt, sondern weil vieles funktioniert. Die
Mischung aus günstigeren Bewertungen und stabilen Geschäftsmodellen ist
für langfristige Anleger attraktiver denn je. 2026 wird kein Crash-Jahr, kein Euphorie-Jahr und kein „Weiter so“-Jahr. Qualität schlägt heißgelaufene Fantasie Substanz schlägt Momentum Europa schlägt USA (zumindest in der Bewertung) Aktien schlagen alles Kurz: Wer sein Kapital wirklich schützen und vermehren will, braucht
2026 mehr Weitblick als Nervosität – und eine klare Strategie statt
hektischem Aktionismus. Und das Gute daran? Die Chancen sind da. Man
muss sie nur nutzen.USA 2026: Schulden, Zölle und die große geldpolitische Frage
Europa: Stabil, unterschätzt – und vielleicht der heimliche Gewinner 2026
Rohstoffe: Das Comeback einer unterschätzten Anlageklasse
Fazit: 2026 ist kein Jahr für Zauderer – sondern für klare Entscheidungen
Es wird ein Realitätsjahr. Ein Jahr, in dem Anleger gut beraten sind, sich auf folgende Grundsätze zu verlassen:
Dies
ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und
das KIID, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Die
Shareholder Value Management AG ist im Rahmen der Anlageberatung gem. § 2
Abs. 2 Nr. 4 WpIG des Fonds ausschließlich auf Rechnung und unter der
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Bei
den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der
zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit
über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen
Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie
tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und
wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten.
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