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L/S-Equity in 2016: Eine Lehrstunde

Es ist immer wieder erstaunlich, dass selbst die erfahrensten Manager die einfachste und auch wichtigste Regel an der Börse zu vergessen scheinen.

12.10.2016 | 09:36 Uhr

Die massiven Mittelzuflüsse für L/S-Equity Fonds in den letzten Jahren waren vor dem Hintergrund einer scheinbar offensichtlichen Bondblase sowie den bekannten Risiken im Aktienmarkt durchaus nachvollziehbar. Wenn nicht jetzt, wann dann soll „Relative Value“ denn Bitteschön Mehrwert erzielen? Das Problem dabei war leider nur, dass viele Investoren erneut die nun über Jahrzehnte eingeübten Verhaltensweisen an den Tag legten und bevorzugt in die Gewinner der letzten drei Jahre investiert hatten. Ein etwas genauer Blick auf die „Gewinner im Rückspiegel“ hätte verraten können, dass viele dieser Fonds vergleichbare Sektor- bzw. Faktorrisiken eingegangen waren. Während man vor allem in Momentum-Titeln aus dem Technologie- und Biotech-Sektor „long“ positioniert war, wurden offensichtliche Pleitekandidaten aus dem Rohstoff- und Energiesektor „geshortet“. Die dann im laufenden Jahr von vielen Managern etwas despektierlich als „Crap Rally“ bezeichnete relative Stärke dieser Sektoren hat vor allem im „Short Book“ zum ein oder anderen Massaker geführt. 

Dabei ist es immer wieder erstaunlich, dass selbst die erfahrensten Manager die einfachste und auch wichtigste Regel an der Börse zu vergessen scheinen: Entscheidend für den Anlagerfolg ist nicht die Qualität eines Unternehmens, sondern ob sich diese Qualität zukünftig besser oder schlechter als von der Börse erwartet darstellen wird. Und wenn der Markt ein Unternehmen mit einem P/B von 0,2 bewertet und nach kurzer Zeit beschließt, dass vielleicht doch 0,4 angebrachter wären, dann handelt es sich wahrscheinlich immer noch um ein „schlechtes Unternehmen“, aber eben mit einem in der Zwischenzeit 100% höheren Aktienkurs. Letztendlich vielleicht auch eine schöne Lehrstunde im „Value-Investing“. 

Disclaimer: Die im Blog zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen sind die persönliche Meinung des Autors und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung der FondsConsult Research AG oder der €uro Advisor Services GmbH wider.

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