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Der Pull-to-Par-Effekt bei CoCo-Anleihen im aktuellen Umfeld

CoCos im Visier
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Der Pull-to-Par-Effekt bei CoCo-Anleihen im aktuellen Umfeld
08/2023
Robert Van Kleeck; Mattihas Kunze
Assenagon

@ Feedback an Redaktion

CoCos haben im Zuge des Credit Suisse-Events im März stark gelitten. Seitdem hat sich die Lage stabilisiert und die neueren EBA-Zahlen zeigen, dass europäische Banken nie stärker kapitalisiert waren als heute. Gleichzeitig stehen viele CoCos noch weit unter Par. Bei CoCos, die auf die Kündigungstermine zulaufen, gibt es daher trotz des bereits umfassenden Recovery seit März hohe Pull-to-Par-Effekte, die wir anbei erläutern.

21.08.2023 | 12:15 Uhr

Seit dem Credit Suisse-Event im März 2023 haben nun insgesamt sieben Großbanken ihre CoCo-Anleihen gekündigt, jüngst am 04.08.23 die HSBC. Diese Kündigungen führen dazu, dass die entsprechenden Anleihen zu 100 zurückbezahlt werden, selbst wenn die Anleihen weit unter Par stehen. Die folgende Tabelle zeigt die Kündigungen in der Übersicht.

Banken-Nachranganleihen

"Die jüngsten Kündigungen sind ein wichtiger Treiber für CoCos mit Signalwirkung, da viele Anleihen durch Zinssteigerungen und Credit-Spread-Ausweitungen weit unter Par stehen. Ein diversifiziertes CoCo-Portfolio mittlerer Laufzeit weist Durchschnittspreise zwischen 78 % – 82 % des Emissionspreises auf", erläutert Robert Van Kleeck, Head of Credit Portfolio Management. Er verwaltet die Publikums- und Spezialfonds bei Assenagon gemeinsam mit seinem vierköpfigen Team.

Bei den weiteren Call-Kanditaten hat es bereits deutliche Preiseffekte gegeben, selbst auf einen kurzen Zeitraum von drei Monaten.

Banken-Nachranganleihen

"Seit dem Tiefpunkt des CoCo-Marktes am 20.03.23 konnte sich ein diversifiziertes CoCo-Portfolio zwischen 15 % und 20 % erholen. Unserer Einschätzung nach sind die Wahrscheinlichkeiten von Kündigungen am Markt und die dementsprechenden Pull-to-Par-Chancen aber weiterhin deutlich unterbewertet, was man am Preisniveau ablesen kann", so Van Kleeck weiter, "Nach unserer Einschätzung werden CoCos spürbar vom Pull-to-Par-Effekt profitieren, sobald Rückzahlungen zum Kündigungstermin wieder zum Marktstandard werden."

Die folgende Grafik zeigt das mögliche Kurspotenzial aus einem Pull-to-Par-Effekt nach Laufzeitbändern gegliedert als reinen Preiseffekt ohne Kupons für ein diversifiziertes CoCo-Portfolio. "Nimmt man alle Rendite-Effekte zusammen, sind laufende Renditen von circa 10 % p. a. nach Absicherung von Zins- und Währungseffekten möglich. Und das, obwohl die Kernkapitalquoten neue Rekord-stände erreicht haben, während die sogenannten notleidenden Bankkredite in Europa auf Allzeittief verharren", erläutert Van Kleeck.

Pull-to-Par-Effekt

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