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Vorsorge – Abwarten ist keine Option!

Ronny Kohl

Immer mehr Deutsche wissen, dass es mit der Rente im Alter hapern wird, doch immer weniger planen, etwas dagegen zu tun. Dabei ist Abhilfe möglich, mit einem Fondssparplan, der möglichst frühzeitig eingerichtet auch mit kleinen Sparraten zum Erfolg führt. Abwarten bringt dagegen nichts.

11.02.2020 | 07:33 Uhr

„Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit, in der sich die Menschen über ihre Geldanlage Gedanken machen“, bemerkte unlängst mein Münchner Bankerfreund ganz nebenbei. Dabei ist dieser Umstand von Belang. Es sollten nämlich nicht nur Pläne geschmiedet werden, bezüglich neuer Investments, Umschichtungen oder Verkäufe. Auch die Altersvorsorge sollte auf den Prüfstand. Wie will ich in Zukunft leben? Was will ich mir leisten können? Wie ist das zu finanzieren?

Je höher der Lebensstandard heute, um so schwieriger wird es sein, diesen auch im Alter beibehalten zu können. Sobald altersbedingt das Gehalt entfällt, müssen alternative Geldquellen sprudeln, die das Gehalt ersetzen. Das kann eine Kombination aus staatlicher Rente mit betrieblicher und privater Altersvorsorge leisten, die Staatsrente allein aber auf keinen Fall. „Spätestens an dieser Stelle müsste jedermann doch klar sein, dass Eigeninitiative von Nöten ist“, wirft mein Bankerfreund ein. Oder mehr oder weniger starke Einschränkungen im Alter sind die Konsequenz.

Nachgerade erschütternd ist demgegenüber, in welch stolzer Zahl unsere Mitbürger das Thema Altersvorsorge ignorieren. Einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zufolge ist das Vertrauen der Deutschen in die gesetzliche Rente auf einem Tiefpunkt angekommen. Knapp zwei Drittel der Bundesbürger gehen demzufolge davon aus, dass sie ihren Lebensstandard im Alter senken werden müssen. Gleichwohl wird erschreckend wenig dagegen unternommen, werden absehbare Einschränkungen billigend in Kauf genommen.

Anders lässt sich nicht erklären, dass zwar 70 Prozent der vom DIA befragten Personen ihre individuelle Vorsorge als unzureichend einschätzen – nebenbei gesagt halten 30 Prozent der Befragten ihre Vorsorgeanstrengungen für ausreichend –, aber nur etwa die Hälfte der 70 Prozent an Unterversorgten planen in den kommenden 12 Monaten eigene Anstrengungen oder zusätzliche Maßnahmen.

Dabei wird der Druck, selbst etwas zu unternehmen, immer größer. Stichwort Demografie. Die Lebenserwartung verlängert sich, unter anderem dank besserer medizinischer Versorgung und persönlichen Fitnessaktivitäten, was bedeutet, dass erworbene Rentenansprüche über einen längeren Zeitraum geleistet werden müssen. Zugleich gehen die Geburtenraten zurück, wodurch die Gesellschaft insgesamt altert und der Anteil von Altersrentnern zunimmt, wie die Schweizer Großbank Credit Suisse in einer aktuellen Analyse berichtet. Demzufolge ist der Anteil der über 65-Jährigen in den Industrieländern von 7,7 Prozent im Jahr 1950 auf derzeit über 19 Prozent gestiegen – mit wachsender Tendenz.

„Das bedeutet, dass immer weniger Berufstätige für immer mehr Rentner aufkommen müssen“, bringt es mein Bankerfreund auf den Punkt. In der Konsequenz dürften also absehbar die Beiträge zur Rentenversicherung steigen oder die Rentenleistungen weiter abnehmen, oder beides. Höhere Renten sind hingegen auf keinen Fall zu erwarten, was die Notwendigkeit eigener Vorsorge noch einmal verdeutlicht.

„Abwarten ist keine Option“, rät daher die Fondsgesellschaft DWS. Sie mahnt insbesondere die jüngeren Generationen frühzeitig gegenzusteuern. Mit Fondssparplänen, die auch mit kleinsten Beträgen bespart werden können. Langfristigkeit ist hier ein wesentlicher Faktor, weil mit jedem zusätzlichen Jahr an Vorsorge der Zinseszinseffekt an seinem vermögensbildenden Werk arbeiten kann. So wachsen auch kleine monatliche Sparraten nach ausreichender Zeit zu einem stattlichen Vermögen an. Zugleich sorgt ein Sparplan für die notwendige Disziplin, regelmäßig zu investieren und dabei beispielsweise auch schwache Börsenphasen zu nutzen, um zu erniedrigten Kursen anzulegen.

Doch das hat sich offenbar noch nicht genügend herumgesprochen. So mussten die DWS-Analysten feststellen, dass etwa in der jungen Generation der 17- bis 27-Jährigen die Aktivitäten zur (Alters)Vorsorge wenig ausgeprägt sind. Nur rund ein Drittel von ihnen legt regelmäßig etwas zur Seite. Dabei drohen ihnen sich weiter verschlechternde Relationen. Die Rentenexperten des Fondshauses rechnen damit, dass das Rentenniveau, also das Verhältnis der sogenannten Standardrente zum aktuellen Durchschnittsgehalt, im Laufe der nächsten 13 Jahre auf 44,6 Prozent abrutschen wird. Auf gut Deutsch bedeutet das, dass die Rente schon bald deutlich weniger als die Hälfte des Durchschnittsgehalts abdecken wird.

Die Lösung heißt daher: Je früher mit der privaten Vorsorge zu beginnen, je besser. Das gilt nicht nur für die sogenannten Millenials, sondern durchaus auch für Neugeborene durch ihre Eltern. Ein zeitig eingerichteter Fondssparplan hilft beispielsweise, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren, oder bei notwendigen Anschaffungen. Und wenn der Sparplan bis ins Alter fortgeführt wird, steht nach allen verfügbaren Berechnungen beim Renteneintritt eine stattliche Geldsumme zur Verfügung, die reicht, eine Zusatzrente zu finanzieren.

Bleibt die Frage, welche Fonds bespart werden sollen. Auch hier sind sich die Experten einig, dass diese über einen angemessen hohen Aktienanteil verfügen sollten. Auf kurze Sicht weisen sie zwar normalerweise eine erhöhte Volatilität auf, was sich indes im Laufe der Zeit relativiert, sodass schlussendlich die Renditechancen der Aktien überwiegen – was den Vermögensaufbau beschleunigt. Und welche Fonds genau? Hier helfen die Bewertungen von Analysehäusern – wie die Sterne von Morningstar oder die FondsNote von Euro am Sonntag – dauerhaft gut gemanagte Fonds zu finden.

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