Ostrum AM: Märkte erwarten drei Zinssenkungen der Fed in zwölf Monaten

Hafen von Rio De Janeiro in Brasilien

Die Flucht in sichere Häfen hat die Anleiherenditen auf neuen Tiefststände getrieben, darauf weist Axel Botte, Investmentstratege beim französischen Investmenthaus „Ostrum Asset Management“ in seinem aktuellen „Strategy Weekly“ hin.

05.06.2019 | 08:40 Uhr

Axel Botte, Investmentstratege beim französischen Investmenthaus „Ostrum Asset Management“, weist in seinem aktuellen „Strategy Weekly“ darauf hin, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen jetzt unter -0,20% liege, was mit dem Panikhandel nach dem Brexit-Referendum im Juni 2016 ver­gleich­bar sei. Botte: „Auch andere traditionelle sichere Häfen haben sich gut entwickelt. 

Der japanische Yen handelt nun unter der Marke 109 gegen den Dollar, und Gold ist in der vergangenen Woche um 2,3% gestiegen. Die Rendite von US-Treasuries entspricht nun der Erwartung, dass Fed-Chef Powell das Handtuch wirft und im Laufe des Jahres die Zinsen senkt. Bis Juni 2020 werden von den Marktteilnehmern insgesamt drei Zinsschritte erwartet (siehe Grafik der Woche auf S.1).“

Selbst Zinsschritte zwischen den Sitzungen hält Botte nicht für ausgeschlossen und verweist auf Beispiele in den Jahren 1998, 2000 oder 2008.  Botte: „Die Flucht in die Qualität nährt die opti­mistische Stimmung bei US-Anleihen. Die Zinskurve kann noch steiler werden. Umgekehrt flacht die Bund-Renditekurve weiter ab, da niedrige 2-jährige Renditen wenig Spielraum für weitere Abwärtsbewegungen lassen (Schatz-Rendite -0,65%). Daher ist es schwierig, langlaufende Positionen sowohl in Bunds als auch in Treasuries zu schließen. Der Spread zwischen den 10 und 30jährigen US-Treasuries sollte sich weiter ausdehnen.“

 

Den kompletten Wochenbericht und die dazugehörigen Daten finden Sie hier im englischen Original des „Strategy Weekly“ aus dem zu Natixis Investment Managers gehörenden Hause Ostrum.

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