AFB: Investieren in die Warren Buffetts dieser Welt

AFB: Investieren in die Warren Buffetts dieser Welt

Börsennotierte Beteiligungsunternehmen sind ein außergewöhnliches Anlagesegment und zugleich eine unterrepräsentierte Anlageklasse mit überdurchschnittlichen Wachstumsaussichten.

17.03.2020 | 07:20 Uhr

Bleibt die Frage nach dem warum? Börsennotierte Beteiligungsunternehmen verfolgen eine Diversifizierungsstrategie, um vor allem Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Es handelt sich hierbei um Beteiligungsgesellschaften, Holdings und Mischkonzerne, deren Geschäftsmodell hauptsächlich darin besteht, Beteiligungen an anderen eigenständigen Unternehmen zu erwerben oder Unternehmen zu kaufen. Diese können langfristig gehalten und entwickelt oder nach einiger Zeit wieder veräußert werden. Zugleich erwirtschaften die meisten Beteiligungsunternehmen häufig durch ihr Kerngeschäft hohe operative Cashflows, halten ausreichend Cash, um antizyklisch zu investieren, und bergen Spinoff-Potenziale. Außerdem bieten spezialisierte Beteiligungsunternehmen Investoren einen Zugang zu speziellen Themen, Branchen und Märkten. Die Erfolge von Beteiligungsunternehmen sind maßgeblich von der Managementleistung der Unternehmensführung abhängig. Die Auswahl der Beteiligungen und die Investmentstrategie bestimmen die Anlageergebnisse.

Arten von Beteiligungsunternehmen

Es gibt verschiedene Arten von Beteiligungsunternehmen. Bei einer Beteiligungsgesellschaft im gängigen Sinne steht im Gegensatz zu Konzernstrukturen die Kapitalbeteiligung im Vordergrund, ummit einer Minderheitsbeteiligung an ausgewählten Unternehmen gewinnorientiert zu investieren. Weitere Motive für Beteiligungen sind z. B. Zugang zu Know-how über Märkte und Innovationen wie etwa neuartige Produkte oder Vertriebsansätze. Im Gegensatz dazu erwirbt eine Holding eine mehrheitliche Beteiligung an Unternehmen (über 50 Prozent), die es ihr ermöglicht, auch Einfluss auf die operative Führung der Unternehmen auszuüben. Die Muttergesellschaft ist die Holdinggesellschaft, die anderen Firmen Tochtergesellschaften; diese können durch Synergie- und Netzwerkeffekte sowie Finanzierungskapital im Aufbau unterstützt werden. Unter dem Dach von Holdings entstehen so vielmals kleine, selbständige Einheiten, die effizienter sind und sich leichter zu Geld machen lassen. Als Mischkonzern wird ein stark diversifizierter Konzern bezeichnet, man sprichtin diesem Zusammenhang auch von einem Konglomerat. Die dem Konzern angehörenden Unternehmen sind in verschiedensten Branchen tätig. Mischkonzerne haben meist die Form einer Holding mit international tätigen Tochtergesellschaften und sind oft durch Fusionen oder Übernahmen entstanden.

Erfolgreich in Beteiligungsunternehmen investieren

Das bekannteste und erfolgreichste Beteiligungsunternehmen ist sicherlich Berkshire Hathaway – eine US-Holdinggesellschaft, zu der über 80 Firmen gehören, deren Aktivitäten sich über eine Vielzahl von Geschäftsfeldern erstrecken. Deren Chef ist Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Vielzahl weiterer Beteiligungsunternehmen weltweit. Um erfolgreich die Chancen von Beteiligungsunternehmen zu nutzen, gibt es einige Kriterien, die zu berücksichtigen sind. Wichtig ist bspw., dass die Beteiligungsunternehmen ein klares Geschäftsmodell haben und diverse Beteiligungen halten sollten. Kleinere Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 50 Millionen Euro sind aufgrund der geringen Marktliquidität eher zu vernachlässigen, sollten aber auf einer Watchlist beobachtet werden. Hier wird sich sicher die ein oder andere „Perle“ für die Zukunft entwickeln. Eine wichtige Kennzahl, um von börsennotierten Beteiligungsgesellschaften zu profitieren, ist zum Beispiel der positive operative Cashflow, denn dieser ermöglicht den Beteiligungsunternehmen weitere Investments zu tätigen.

Beim Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen (WKN: A2JQJC und A2PE00) besteht das Investmentuniversum bspw. aus ca. 350 Unternehmen; wobei rund 100 Firmen auf der Watchlist stehen, rund ein Drittel von denen werden am Ende Teil des Portfolios. Wie bei klassischen Investments ist bei Beteiligungsunternehmen eine breite Diversifikation gefragt. Dies betrifft auch die Sektorenstreuung, die Vermeidung von Klumpenrisiken oder eine Diversifikation der Investmentstile (Special Situations mit Wachstumsstrategien, Value Investing, High-Dividend-Strategien, Buy and Build, etc.). Zudem gilt es, Redundanzen zu vermeiden. Es macht z. B. keinen Sinn, in zwei Unternehmen mit denselben Kerninvestments zu investieren. Im Rahmen einer Analyse sollte am Ende die Entscheidung für eine der beiden Optionen stehen. Dies wird im Fonds auch so umgesetzt.

Diesen Beitrag teilen: