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Aktien Frankfurt: Dax auf Rekordkurs

Am deutschen Aktienmarkt geht es den dritten Tag in Folge aufwärts. Nach einem zähen Start legte der Leitindex Dax DE0008469008 am Donnerstag kontinuierlich zu und gewann am frühen Nachmittag 1,4 Prozent auf 25.390 Punkte. Damit rückt das Rekordhoch vom Jahresbeginn bei 25.507 Zählern wieder in Schlagdistanz. Daten zum US-Arbeitsmarkt im Juni blieben hinter den Erwartungen zurück, womit der Druck auf Zinserhöhungen etwas nachlassen könnte.

02.07.2026 | 14:47 Uhr

Der deutsche Aktienmarkt entzog sich den teils hohen Kursverlusten in Asien, wo vor allem Aktien der Halbleiterbranche unter die Räder geraten waren. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte stieg um 1,7 Prozent auf 32.605 Punkte.

Diskutiert wurden am Markt auch die Reformbeschlüsse der Bundesregierung. "Die Reformmaßnahmen gehen in die richtige Richtung. Die von den Koalitionären beschlossen Veränderungen sind nicht der große Wurf, doch es beweist die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung und den Willen zur Veränderung", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

An der Börse gab es Unternehmen, die unmittelbar von den Beschlüssen profitierten. So stiegen die Papiere der Immobiliengesellschaften Vonovia DE000A1ML7J1, TAG DE0008303504 und Aroundtown LU1673108939 um bis zu sechs Prozent. Die Bundesregierung will eine Verstaatlichung von Mietwohnungen verbieten.

Europaweit überwog an den Börsen eine freundliche Tendenz. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex für die Eurozone stieg um gut ein Prozent.

An die Spitze des Dax setzten sich Bayer DE000BAY0017-Aktien mit einem Aufschlag von 6,7 Prozent. Erstmals seit fast drei Jahren schafften es die Papiere über die Marke von 50 Euro. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern bündelt das US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft namens Ruveon. Zudem stufte die Deutsche Bank die Bayer-Aktie hoch auf "Buy".

Auf den Verkaufslisten standen Papiere der Halbleiterindustrie. Im Dax hielten sich Infineon DE0006231004 mit stabilen Kursen noch recht gut. Aktien von Zulieferern und Ausrüstern wie Aixtron DE000A0WMPJ6, Jenoptik DE000A2NB601, Suss Microtec DE000A1K0235, LPKF DE0006450000 Laser und PVA Tepla DE0007461006 verloren zwischen 0,7 und 3,4 Prozent. Sie machten damit aber höhere Verluste teilweise wieder wett.

Hintergrund für die Verkäufe in der Chip-Branche sind offenbar kolportierte Pläne des Technologiekonzerns Meta US30303M1027, ins Cloud-Infrastrukturgeschäft einzusteigen. Dabei könnte der Zugang zu überschüssiger KI-Rechenleistung und zu KI-Modellen an externe Kunden verkauft werden. "Metas Markteintritt in das KI-Cloud-Geschäft schürt Sorgen über eine Veränderung der Nachfragesituation im Halbleitersektor und drückt auf die Aktienkurse", schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets.

Für Bewegung sorgten auch Kommentare von Analysten. So stiegen Deutsche Bank DE0005140008 um 6,6 Prozent, nachdem Morgan Stanley das Geldhaus zu ihrem Favoriten unter Europas Investmentbanken erkoren hatte.

Aktien von CTS Eventim DE0005470306 verteuerten sich um 5,9 Prozent. Das französische Investmenthaus Oddo BHF hob die Anteilscheine des Ticketvermarkters und Eventveranstalters von "Neutral" auf "Outperform"./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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