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La Française Credit Innovation: Megatrends mit High Yield-Anleihen nutzen

Mehrere Trends in einem Depot
Hochzinsanleihen

Der Fonds La Française Credit Innovation verbindet thematisches Investieren mit Unternehmensanleihen. Ziel ist es, über globale High Yield Investments an strukturellen Wachstumstrends zu partizipieren und dabei stabile Erträge bei überschaubaren Schwankungen zu erzielen.

03.06.2026 | 13:30 Uhr von «Peter Gewalt»

Im Mittelpunkt des Fonds La Française Credit Innovation (ISIN: FR0014008UN8) stehen vier große Trends, die die Wirtschaft nachhaltig prägen: technologische Innovation, demografischer Wandel, Urbanisierung und Klimawandel. Der Fonds investiert in die Anleihen von Unternehmen, die in diesen Bereichen aktiv sind und strukturelles Wachstum aufweisen.

Im Unterschied zu klassischen High‑Yield‑Strategien wird dabei bewusst nur ein Teil des Marktes adressiert. Das Management fokussiert sich auf die sogenannte „Wirtschaft von morgen“ wie Technologie, Gesundheitswesen oder Energiewende und blendet große Teile traditioneller Branchen aus, denen langfristige strukturelle Wachstumstreiber fehlen. Damit reduziert sich das investierbare Universum deutlich, wird aber gezielter genutzt.

Ein zentraler Gedanke hinter dem Ansatz ist die Tatsache, dass Kreditmärkte oft verzögert reagieren. Verbesserungen in Geschäftsmodellen oder Wachstum zeigen sich häufig erst mit Verzögerung in den Bonitätsratings. Genau dieses „Trägheitsmoment“ will das Management nutzen: Unternehmen mit guten Perspektiven können sich fundamental verbessern, bevor sich das vollständig in ihren Anleihekonditionen widerspiegelt. „Wir investieren über den Kreditmarkt in langfristige Trends.“ Lutz Overlack, Head of Sales DACH bei Groupe La Française.

Zugleich spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Der Fonds ist als Artikel‑9‑Produkt klassifiziert und investiert überwiegend in Emittenten mit positivem Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen.

Fondsmanagement und Team: breit aufgestellt

Das Management folgt einem klaren Teamansatz. Ein verantwortlicher Portfoliomanager steuert den Fonds, unterstützt von einem breit aufgestellten Analystenteam mit rund 14 Spezialisten für Kredit- und ESG‑Analyse. Die Aufgaben sind klar verteilt: Die Trends definieren den Rahmen, Analysten analysieren einzelne Unternehmen, und daraus wird das Portfolio aufgebaut. Im Mittelpunkt steht die Auswahl von Emittenten, die strukturell wachsen und gleichzeitig über solide Kapitalstrukturen verfügen.

Ein wichtiger Renditetreiber ist dabei die Erwartung, dass sich die Bonität dieser Unternehmen über die Zeit verbessert.„Wir wollen die Gewinner identifizieren – und das Rating soll sich verbessern“, so Overlack.

Kurzfristige Marktprognosen spielen eine untergeordnete Rolle. Währungen werden systematisch abgesichert, statt aktiv darauf zu spekulieren, und der Fokus liegt stärker auf laufenden Erträgen und langfristigen Entwicklungen als auf taktischem Timing.

Portfolio: breit gestreut mit klarem Profil

Das Portfolio umfasst mehr als 100 Emittenten und ist bewusst breit diversifiziert. Einzelpositionen werden klein gehalten, um die Auswirkungen einzelner Risiken zu begrenzen.

Der Schwerpunkt liegt auf Anleihen im BB‑Bereich, also am oberen Rand des High‑Yield‑Segments, was für einen vergleichsweisen vorsichtigen Ansatz innerhalb der Anlageklasse spricht.

Regional zeigt sich ein deutlicher Schwerpunkt auf den USA, wo das Management aktuell die höchste Innovationsdichte in Bereichen wie Technologie und Gesundheitswesen sieht.

Die thematische Verteilung orientiert sich an den vier Megatrends und sorgt für zusätzliche Streuung innerhalb des Portfolios. Ein wesentlicher Teil der Erträge stammt aus laufenden Kupons von im Schnitt über fünf Prozent. Gleichzeitig besteht Potenzial für zusätzliche Gewinne, wenn sich die Risikoaufschläge der Anleihen im Zuge verbesserter Bonität verringern.

Komplexe und stark verschuldete Strukturen wie klassische Leveraged Buyouts spielen im Fonds nur eine untergeordnete Rolle.

Ergebnisse: solide Entwicklung mit überschaubaren Schwankungen

Seit der Auflage im Jahr 2022 hat sich der Fonds insgesamt sehr stabil entwickelt. Die Renditen bewegen sich im mittleren einstelligen Bereich und lagen zuletzt über dem selbst gesetzten Zielkorridor. Auffällig ist vor allem das Verhältnis von Ertrag zu Risiko. Die Schwankungen bleiben vergleichsweise moderat, und auch in schwierigen Marktphasen fallen Verluste begrenzt aus. So lag der Rückgang im Jahr 2022 nur im niedrigen einstelligen Bereich und damit deutlich unter vielen vergleichbaren Strategien. „Wo bekommen Sie fünf Prozent Rendite bei rund drei Prozent Volatilität?,“ so Overlack. Ein Grund dafür liegt in der gezielten Auswahl der Emittenten. Unternehmen aus den adressierten Zukunftsbranchen zeigen historisch stabilere Kreditprofile und niedrigere Ausfallraten als klassische Industrien. Gleichzeitig profitiert der Fonds vom hohen laufenden Ertrag im High‑Yield‑Segment und von möglichen Bewertungsanpassungen, wenn sich die Fundamentaldaten der Unternehmen verbessern.

„Der Fonds positioniert sich damit zwischen klassischem High‑Yield‑Investment und thematischem Ansatz“, resümiert Overlack. „Entscheidend ist die Kombination aus strukturellem Wachstum, laufenden Erträgen und einer breiten Streuung der Risiken.“

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