Moventum: Wachstum wieder auf Kurs?

Michael Jensen, Head of Asset Management, Managing Director, Moventum AM.

Der Mai begann mit einer in Summe eher unspektakulären Börsenentwicklung, während der veröffentlichte Datenkranz weiterhin auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung hindeutet.

09.05.2019 | 11:37 Uhr

Der Mai begann mit einer in Summe eher unspektakulären Börsenentwicklung, während der veröffentlichte Datenkranz weiterhin auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung hindeutet. Die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone entwickelte sich besser als erwartet und stieg auf 47,9 Punkte an. Positiv auch die Zahlen für das BIP-Wachstum der Eurozone im ersten Quartal 2019, welches mit 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal über den Erwartungen und den vorangegangenen Wachstumszahlen lag. Die Konsumentenpreise in der Eurozone verteuerten sich im April mit geschätzten 1,7 Prozent (gegenüber dem Vorjahr) deutlich stärker als noch im März (+1,4 Prozent). In den USA überraschten die Arbeitsmarktdaten positiv. So wurden im April 263.000 Stellen neu geschaffen, ein Wert weit über der Konsenserwartung von 190.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote verringerte sich außerdem von 3,8 auf 3,6 Prozent. Getrübt wurden die guten Aussichten auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt durch verhaltene Zahlen der ISM Einkaufsmanagerindizes. So verzeichneten der ISM für das verarbeitende Gewerbe mit -2,5 auf 52,8 und der ISM Dienstleistungen mit -0,6 auf 55,5 beide deutlich stärkere Rückgänge, als vom Marktkonsens erwartet. Die Entscheidung der Federal Reserve, das Zinsniveau konstant zu halten, traf auf keine Verwunderung an den Märkten und Jerome Powell machte bei seiner Verkündung der Entscheidung klar, dass die Fed auf mittlere Frist eine abwartende und moderate Zinspolitik verfolgen werde.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent verbilligte sich im Vergleich zur Vorwoche und schloss auf einem Niveau von 70,85 US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar verlor im Gegensatz zur Vorwoche 0,22 Prozent gegenüber dem Euro. Der japanische Yen konnte gegenüber der Gemeinschaftswährung um 0,05 Prozent aufwerten.

Die globalen Aktienmärkte bewegten sich in der vergangenen Handelswoche seitwärts, wobei sich Titel aus den Emerging Markets noch am besten entwickelten. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine marktkonforme Entwicklung.

Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Gesundheit, Finanzen und nichtzyklische Konsumtitel überdurchschnittlich. Relative Schwäche zeigten dagegen Technologie, Telekom und Rohstoffe. In den USA erzielten die Sektoren Finanzen, Gesundheit und Industrials eine Outperformance, während Titel aus den Sektoren Energie, Kommunikationsdienstleistungen und Rohstoffe zurückblieben. In den USA entwickelten sich Wachstumswerte (Growth) schwächer als Value-Titel, in Europa gab es keine Stil-Unterschiede. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung entwickelten sich in den USA Small Caps besser, während in Europa Large und Small Caps gleich abschnitten.

Im Rentenbereich bewegten sich Euro-Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating leicht positiv. Das Hochzinssegment in Europa verzeichnete ein geringes Minus. Lokalwährungsanleihen aus den Schwellenländern mussten abermals Kursrückgänge hinnehmen.

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