Ostrum AM: Das größte Risiko für die Aktienmärkte ist ihre eigene Aufwärtsdynamik

Ostrum AM: Das größte Risiko für die Aktienmärkte ist ihre eigene Aufwärtsdynamik

In seinem aktuellen „MyStratWeekly“ beobachtet Axel Botte, Marktstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management (einer Tochter von Natixis Investment Managers), eine extreme Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte gegenüber dem Anstieg der Anleiherenditen.

16.02.2021 | 10:05 Uhr

Rekordsummen würden in US-Aktienfonds fließen (36 Mrd. USD in der letzten Woche!), die vor allem auf den Technologiesektor abzielten. Geldmarktfonds und Gold hingegen würden erhebliche Abflüsse zur Finanzierung von Aktieninvestitionen erfahren.

Botte: „Der FANG-Index (Big Tech) und der Small-Cap-Russell-2000-Index haben die Aufwärtsbewegung mit sehr großen Handelsvolumina angeführt, die normalerweise in Liquidations-/Kapitulationsphasen zu beobachten sind. Dieses Mal scheint der Markt einen Krach nach oben zu erleben. Der Überschwang ist so groß, dass die Marktdynamik zum Hauptrisikofaktor geworden ist. Wir werden daher die Handelsvolumina und die Beteiligung von Privatanlegern beobachten.

Während die Erwartungen für den Gewinn je Aktie (EPS) im letzten Jahr mit der Covid-Krise eingebrochen waren, werden sie seit Anfang Oktober tendenziell nach oben korrigiert. Für das Jahr 2021 erwarteten die Analysten einen Anstieg der Unternehmensgewinne um 39%. Mit einem Gewinnwachstum von 6,5 % im Jahresvergleich für den S&P 500 und 22 % für das Russell 2000-Universum ist die Berichtssaison bisher recht positiv verlaufen. In Europa sind die Gewinnmeldungen für das 4. Quartal ebenfalls ermutigend. Die wichtigsten europäischen Banken haben ein höheres Ertragswachstum und eine geringere Risikovorsorge für Kreditausfälle gemeldet. Die gesteigerte Profitabilität sollte trotz der vorsichtigen Politik der EZB zu höheren Dividenden und Aktienrückkäufen führen.“

Das vollständige „MyStratWeekly“ aus dem französischen Investmenthaus finden Sie hier im englischen Original als PDF.

Das Thema der Woche widmet sich dem Brexit-Schock.

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