Moventum: „Hexensabbat“ und Corona-Sorgen

Moventum: „Hexensabbat“ und Corona-Sorgen

Die Marktentwicklung wurde weiterhin durch die schwächelnde Entwicklung bei US-Technologiewerten bestimmt.

23.09.2020 | 09:37 Uhr

Ein Kommentar von Michael Jensen, Head of Asset Management und Managing Director bei Moventum Asset Management S.A.

Zudem enttäuschte die Fed die Marktteilnehmer ein wenig, da es keine Neuigkeiten bezüglich der Anleihekäufe gab und auch keine Details, wie das Inflationsziel von zwei Prozent zeitnah erreicht beziehungsweise sogar übertroffen werden soll. Auch der Konjunkturausblick der Fed blieb recht skeptisch. In den USA ließ derweil die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung weiter nach. Dies zeigte sich beispielsweise an den Einzelhandelsumsätzen, die im August schwächer als erwartet nur noch um 0,6 Prozent zulegen konnten.

Zudem wurde der Vormonatswert nach unten korrigiert. Der Empire State Index, ein Geschäftsklimaindex für die Region New York, konnte im September stärker als erwartet auf 17 Punkte zulegen. Der Philly Fed Index fiel hingegen um zwei auf 15 Punkte. Der Rückgang fiel damit jedoch geringer aus als erwartet. Der von der University of Michigan berechnete Consumer Sentiment Index stieg stärker als erwartet auf 78,9 Punkte, den höchsten Wert seit März.

Auf Erholungskurs blieb Chinas Wirtschaft: So zog beispielsweise die Industrieproduktion auf 5,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal an. Eine Belebung zeigte sich zudem bei den Investitionen, die auf 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen. Neben dem US-Markt hatten es auch die europäischen Aktienmärkte nicht leicht: Einerseits gerieten sie durch den sogenannten „Hexensabbat“ an den Terminbörsen unter Druck, andererseits reflektierten sie die Sorgen der Anleger wegen der wirtschaftlichen Aussichten vor dem Hintergrund wieder ansteigender Corona-Infektionszahlen in Europa.

In einem abermals leicht negativen Marktumfeld schlug sich der japanische Aktienmarkt mit einer positiven Entwicklung am besten. Auch europäische Aktien schlossen leicht positiv. Verluste wies hingegen der US-amerikanische Aktienmarkt auf. Schwellenländer konnten ebenfalls positiv abschneiden und Industriestaaten outperformen. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung konnten sowohl in Europa als auch in den USA Small Caps besser abschneiden als Large Caps. Bei den Investmentstilen wiesen in Europa Growth-Aktien eine Outperformance auf, in den USA schnitt das Value-Segment besser ab.

Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Relative Stärke bewiesen Titel aus den Sektoren Energie, Industrie und Rohstoffe. Relative Schwäche zeigten die Sektoren zyklischer Konsum, Kommunikationsdienstleistungen und nichtzyklischer Konsum. In Europa ergab sich folgendes Bild: Die größten Zuwächse lieferten Aktien aus den Sektoren Gesundheit, IT und Industrie. Eine Underperformance kam aus den Sektoren Energie, Financials und Telekommunikation.

Auf der Währungsseite gab der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,24 Prozent nach. Der japanische Yen tendierte 1,55 Prozent stärker. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent zog um rund vier US-Dollar an und schloss bei 43,15 US-Dollar.

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