Moventum: Eurozone - steigende Inflation weiterhin kein Thema

Moventum: Eurozone - steigende Inflation weiterhin kein Thema

In der Eurozone hielten die Inflationszahlen eine Überraschung bereit. So sank die Teuerungsrate im August gegenüber dem Vorjahr und auch die Kerninflationsrate sank deutlich.

10.09.2020 | 08:54 Uhr

Eine Einschätzung von Michael Jensen, Head of Asset Management und Managing Director bei Moventum Asset Management S.A.


Bestimmt wurde die Entwicklung der Aktienmärkte von US-amerikanischen Technologiewerten. So erklomm der Nasdaq im Wochenverlauf ein neues Allzeithoch, ließ zum Wochenausklang angesichts ambitionierter Bewertungen vor allem bei den „Corona-Gewinneraktien“ jedoch deutlich Federn und zog die anderen Aktienmärkte mit nach unten. In den USA wurden die vielbeachteten ISM-Indizes für den Monat August veröffentlicht.

Der Index für das verarbeitende Gewerbe konnte stärker als erwartet von 54,2 auf 56 Prozent zulegen. Der Index für den Dienstleistungssektor gab hingegen wie erwartet von 58,1 auf 56,9 Prozent nach. Ebenfalls im Fokus der Marktteilnehmer standen die Arbeitsmarktdaten. Im August wurden 1,37 Millionen neue Stellen geschaffen, nach 1,73 Millionen im Vormonat.

Dies lag jedoch über den Markterwartungen. Entsprechend ging auch die Arbeitslosenquote stärker als erwartet von 10,2 auf 8,4 Prozent zurück. Neue Einkaufsmanagerindizes wurden auch in China veröffentlicht und dort zeigt die Datenlage ebenfalls das Bild einer anhaltenden wirtschaftlichen Erholung. Der entsprechende Index von Markit für den Industriesektor legte von 52,8 auf 53,1 Punkte zu, während der Konsensus einen leichten Rückgang prognostiziert hatte. Der Index für den Dienstleistungssektor zeigte sich mit 54 Punkten nahezu stabil.

In der Eurozone hielten hingegen die Inflationszahlen eine Überraschung bereit. So sank die Teuerungsrate im August von +0,4 auf -0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der Konsensus mit einem deutlich schwächeren Rückgang gerechnet hatte. Die Kerninflationsrate sank ebenfalls deutlich von +1,2 auf nur noch +0,4 Prozent. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie verzeichneten im Juli ein Plus von 2,8 Prozent, nachdem im Juni jedoch noch ein Anstieg von 28,8 Prozent zu Buche stand.

In einem insgesamt negativen Marktumfeld schlug sich der japanische Aktienmarkt mit einer positiven Entwicklung am besten. Europäischen Aktien wiesen hingegen die größten Verluste auf, gefolgt von den USA. Schwellenländer verloren etwas weniger als die Industriestaaten. Sowohl in Europa als auch in den USA schnitten Small Caps etwas schwächer als Large Caps ab. Growth-Aktien mussten in beiden Regionen einen Rücksetzer in Kauf nehmen und verloren mehr als Value-Aktien.

Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Die stärksten Zuwächse verzeichneten Titel aus den Bereichen Rohstoffe, Versorger und Financials. Negativ war die Entwicklung bei Werten aus dem Energiesektor, dem IT-Bereich und dem Sektor Kommunikationsdienstleistungen. In Europa ergab sich folgendes Bild: Relative Stärke zeigten die Sektoren Rohstoffe sowie zyklischer und nicht-zyklischer Konsum. Schlusslichter bildeten Titel aus den Sektoren IT, Finanzen und Telekom.

Auf der Währungsseite legte der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,85 Prozent zu. Der japanische Yen tendierte 0,12 Prozent leichter. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent gab um rund drei US-Dollar nach und schloss bei 42,66 US-Dollar.

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