Moventum: Aktienmärkte im Bann des Coronavirus

Moventum: Aktienmärkte im Bann des Coronavirus

Im Berichtszeitraum fokussierten sich die Marktteilnehmer auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus und die immer harscheren Maßnahmen der chinesischen Zentralregierung, eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen.

05.02.2020 | 14:59 Uhr

Die Aktienmärkte, insbesondere in Asien, gaben zum Teil deutlich nach und Staatsanleihen verzeichneten Kurszuwächse. In Deutschland wurde der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Entgegen den Markterwartungen gab dieser leicht auf 95,9 Punkte nach. Schwächer fiel dabei insbesondere die Einschätzung der Geschäftserwartungen aus, während die Lage leicht besser eingeschätzt wurde. Zudem wurden vorläufige BIP-Zahlen für die Eurozone veröffentlicht: Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal betrug in Q4 nur magere 0,1 Prozent, was unterhalb der Konsenserwartungen lag.

In den USA lag das Q4-BIP gemäß der ersten Schätzung bei 2,1 Prozent (annualisiert), was genau den Markterwartungen entsprach. Ebenfalls in den USA wurden die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter für den Monat Dezember veröffentlicht. Auf den ersten Blick fielen diese mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent (gegenüber dem Vorjahr) deutlich besser als erwartet aus. Getrieben wurde der Zuwachs jedoch einzig durch Militärausgaben. Ohne die volatile Transportkomponente war ein Minus von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Positiv hingegen die Entwicklung des US-Konsumentenvertrauens: Der von der University of Michigan berechnete Wert legte stärker als erwartet auf 99,8 Punkte zu.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent gab um etwa zwei US-Dollar nach und schloss auf einem Niveau von 58,16 US-Dollar. Auf der Währungsseite gab der US-Dollar gegenüber dem Euro 0,51 Prozent nach. Der japanische Yen verbuchte hingegen ein Plus von 0,45 Prozent.

In diesem Umfeld gaben die Aktienmärkte zum Teil deutlich nach. Am größten fielen die Verluste in Europa aus, gefolgt von den USA und Japan. Die Verluste in den Schwellenländern fielen deutlicher aus als in den Industriestaaten. Growth-Aktien verloren sowohl in den USA als auch in Europa etwas weniger als Value-Titel. Small Caps lieferten in den USA eine Underperformance, während in Europa Small Caps etwas besser abschnitten.

Auf Sektorebene dominierten in den USA die Segmente Versorger sowie zyklischer und nicht-zyklischer Konsum, während die Sektoren Energie, Rohstoffe und Gesundheit relative Schwäche zeigten. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Am besten entwickelten sich die Sektoren Versorger, nicht-zyklischer Konsum und Gesundheit. Am schlechtesten war die Entwicklung der Sektoren Energie, IT und zyklischer Konsum.

Im Rentenbereich profitierten Euro-Staatsanleihen von der steigenden Unsicherheit. Auch Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating konnten dank der Zinsentwicklung etwas zulegen. Die eher aktiensensitiven Hochzinsanleihen gaben hingegen leicht nach. Hartwährungsanleihen aus den Emerging Markets zeigten sich im Wochenverlauf in Summe positiv.

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