Geldanlage in der Krise: Neuro-Finance-Strategie von INVIOS in der Gewinnzone

Geldanlage in der Krise: Neuro-Finance-Strategie von INVIOS in der Gewinnzone

Der INVIOS Vermögensbildungsfonds hat in den vergangenen Wochen eine bemerkenswerte Performance gezeigt. In einem Interview erklärt der Geschäftsführer der INVIOS GmbH, Nikolas Kreuz, wie er fast seine gesamte Vergleichsgruppe und auch andere bekannte Wettbewerber hinter sich gelassen hat.

06.05.2020 | 08:50 Uhr

Während andere große und bekannte Wettbewerber, Robo Advisor und Vermögensverwalter noch mit hohen Verlusten zu kämpfen haben, befindet sich der INVIOS Vermögensbildungsfonds (WKN: A2N82F) bereits wieder in der Gewinnzone. Mit welcher Strategie haben Sie das geschafft?
Nikolas Kreuz: Das Konzept des Invios Vermögensbildungsfonds basiert auf modernsten Erkenntnissen der Neuro-Finance. Ein konsequentes, aktives Risikomanagement, der disziplinierte Multi-Asset-Ansatz sowie eine breite Diversifikation und Qualität machen unsere Anlagephilosophie aus. Bei den Investments berücksichtigen wir einen Kern-Satelliten-Ansatz. 80 % der Fondsallokation sind in ETFs und ETCs investiert. Sie stellen den kostengünstigen und stabilen Portfoliokern dar. Mit den restlichen 20 % wird eine zusätzliche Outperformance durch taktische Maßnahmen erzielt. Wir arbeiten mit strikten Trailing-Stopps. Wenn die Kurse bestimmte definierte Grenzen erreichen, verkaufen wir.

Was haben Sie seit Ausbruch der Krise unternommen, um die Sicherung von Vermögenswerten zu gewährleisten?
Nikolas Kreuz: Unser Fokus bei INVIOS liegt auf der Vermögenssicherung und damit der Risikokontrolle. Wir haben im Februar rechtzeitig und konsequent mittels Short-ETFs abgesichert. Bereits am 16. März wurden diese Positionen mit Gewinn wieder aufgelöst. Somit wurde am tiefsten Punkt der Krise das Engagement in Aktien wieder hochgefahren.

Sie erwähnten, dass in Ihre Entscheidungen wissenschaftliche Erkenntnisse der Neuro-Finance einfließen. Womit beschäftigt sich die Neuro-Finance und wie nutzen Sie dies für Ihr Portfolio?
Nikolas Kreuz: 80 % der menschlichen Entscheidungen basieren auf Emotionen. Besonders in Krisensituationen neigen die Menschen zu irrationalem Verhalten. Dieses Verhalten entspricht unserem Naturell, aber nicht der Marktdynamik. Die Neurofinanz beschäftigt sich mit diesen Irrationalitäten an den Kapitalmärkten. Durch die gewonnenen Erkenntnisse über Verhaltens- und Denkmuster lassen sich Regeln für Anleger ableiten. Der INVIOS Vermögensbildungsfonds macht sich diese Erkenntnisse zunutze, um die Rendite zu steigern.

Wie sehen Sie die kommende Entwicklung und was raten Sie Anlegern in der aktuellen Situation?
Nikolas Kreuz: Ich denke, dass die Folgen der Corona-Krise sicherlich noch bis ins kommende Jahr zu spüren sein werden. Doch eine Bodenbildung ist längst erreicht. Es wird wieder nach oben gehen, wenngleich dies auch eine gewisse Zeit dauern wird. Anlegern rate ich in der jetzigen Phase Ruhe zu bewahren, breit über alle Asset-Klassen zu diversifizieren und sich vor allem aktiv um ihr Depot zu kümmern. In einem sich stabilisierenden Markt gilt es nun, günstig in Tranchen einzukaufen und sich antizyklisch aufzustellen, um sein Depot für die Zukunft rentabel auszurichten.

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