Columbia Threadneedle: Grüner Wasserstoff zeigt sein wahres Gesicht

Columbia Threadneedle: Grüner Wasserstoff zeigt sein wahres Gesicht

Grüner Wasserstoff als saubere Alternative zu traditionellen fossilen Brennstoffen steht nach wie vor stark im Fokus, wobei die Entwicklungen im vergangenen Jahr dessen weit verbreitete Anwendung zusätzlich begünstigt haben.

30.11.2021 | 07:20 Uhr

Woher kommt also die ganze Begeisterung, ist Wasserstoff der Nachhaltigkeits-Disruptor? Und warum wurden gerade in letzter Zeit so bemerkenswerte Fortschritte erzielt?

Was und wie?

Wasserstoff ist das im Universum am häufigsten vorkommende Molekül und findet sich vor allem in Wasser- und Kohlenwasserstoffverbindungen. Seine Eigenschaften sind schon lange kein Geheimnis mehr, und er wird seit über 100 Jahren als Industriechemikalie genutzt. Obwohl das Konzept von Wasserstoff als Energiequelle alles andere als neu ist, war ein Einsatz in großem Maßstab – bislang – nicht möglich.

Wasserstoff ist zwar ein farbloses Gas, es wird jedoch nach Farben kategorisiert, von denen jede ein anderes Herstellungsverfahren repräsentiert. Grauer Wasserstoff wird mittels fossiler Brennstoffe hergestellt. Bei der Produktion wird somit CO2 freigesetzt. Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, bei dessen Herstellung Kohlenstoff abgeschieden und gespeichert wird, sodass ein Großteil der CO2-Emissionen, die dabei anfallen, kompensiert wird. Grüner Wasserstoff wird indes durch die Elektrolyse von Wasser hergestellt, bei der letzteres in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird. Sofern bei diesem Prozess erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, handelt es sich hierbei um eine emissionsfreie Energiequelle.

Sollte grüner Wasserstoff also in großem Maßstab produziert werden, so verfügt er über das Potenzial, wesentlich zur Dekarbonisierung von Wirtschaftssektoren beizutragen, in denen sich Emissionsreduzierungen schwierig gestalten.

Katalysatoren für die Verwendung

Damit Wasserstoff zu einer tragfähigen Lösung werden kann, sind eine stärkere Nachfrage und niedrigere Kosten vonnöten. Aktuell zeichnen sich aber Entwicklungen bei drei wesentlichen Treibern ab. Zum einen beschleunigt sich der Klimawandel. Dies bedingt einen zweiten wichtigen Treiber – den politischen Willen, etwas dagegen zu unternehmen (Abbildung 1). Seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 haben Regierungen sich immer mehr mit dem Klimawandel befasst und sich selbst Ziele zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen gesetzt, deren Einhaltung bis 2050 zu CO2-Neutralität führen soll. Die Corona-Pandemie hat die Dringlichkeit dieser Maßnahmen deutlicher gemacht denn je.

Abbildung 1: Regierungen mit nationalen Wasserstoffstrategien, angekündigten Zielen, Priorität für Wasserstoff und dessen Nutzung sowie gezielter Finanzierung

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Quelle: MS, September 2021.

Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen haben die politischen Entscheidungsträger in der Wasserstofftechnologie möglicherweise eine realistische Alternative gefunden. Angaben des Hydrogen Council zufolge könnte Wasserstoff die globalen Emissionen bis 2050 um 6 Gigatonnen oder 17% der 2020 weltweit verzeichneten Emissionen verringern.1 Derzeit haben etwa 66 Länder Netto-Null-Emissionsziele verabschiedet, und 20 davon haben Wasserstoffstrategien vorgelegt. Wir gehen davon aus, dass viele weitere Länder nachziehen werden.

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