Stabilitas: Managerkommentare – 08.04.2022

Stabilitas: Managerkommentare – 08.04.2022

Der Goldpreis kann im März leicht zulegen. Auch die Gold- und Silberaktien ziehen an und setzen den Aufwärtstrend aus dem Februar fort. Unsere Begründung liegt vor allem im Verlust der Kontrolle über die Haushalte, die nur noch mit frisch gedrucktem Geld der Zentralbanken finanziert werden können.

08.04.2022 | 10:19 Uhr

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich nach unserer Einschätzung eher negativ auf den Goldpreis aus. Die unter dem Krieg leidenden Ukrainer stehen beim Gold auf der Verkäuferseite. Auch die massiven Wohlstandsverluste in Russland und Westeuropa wirken sich extrem negativ auf die Goldnachfrage aus. Das Interesse von Terminmarktspekulanten hat sich nach dem Kriegsbeginn innerhalb von 2 Wochen komplett abgeschwächt. Trotz der weltweit hohen Inflationsraten, die die Schätzungen jeweils übertreffen, konnte Gold im März daher nur minimal profitieren.

Ohne den Krieg in der Ukraine hätte die Goldnachfrage wegen der zunehmenden Angst um die Geldwertstabilität durch die Decke gehen können. Wir gehen aber davon aus, dass diese Nachfrage nur aufgeschoben ist und sich in den nächsten Monaten bemerkbar machen dürfte. Grundsätzlich bleibt die Situation unverändert. Weltweit haben die Regierungen die Kontrolle über die Haushalte verloren und finanzieren ihre Verpflichtungen nur noch mit neu gedrucktem Geld der Zentralbanken.

Dieses neu gedruckte Geld macht sich zunehmend in steigenden Preisen bemerkbar, die nicht mehr durch die Zentralbanken kontrolliert werden können. Das langfristige Bild einer stabilen und breit angelegten Aufwärtsbewegung für die Edelmetallmärkte bleibt erhalten. Unser Goldpreisziel liegt weiterhin bei 2.300 bis 2.500 $/oz (v gl. Tagesbericht). Die Stabilitas Fonds entwickeln sich im März parallel zu den Edelmetallaktien und können deutlich zulegen.

Ausblick

Langfristig wird der Inflationsdruck im Weltwährungssystem durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zunehmen, so dass Gold unter Absicherungsaspekten gegen den Verfall der Kaufkraft der Währungen in den nächste n Monaten weiter an Bedeutung gewinnen könnte. Dabei sollten die Aktienmärkte, die Immobilienmärkte und die Edelmetallmärkte durch die Liquidität angetrieben gleichzeitig ansteigen.

Grundsätzlich wird erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst. Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-„Währungen“ schwindet, weichen Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe aus. Dabei ist seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stehen die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Bei Immobilien ist dagegen eher ein langfristiger Aufwärtstrend mit geringeren Schwankungen zu beobachten.

Der Markt für Minenaktien wurde 2021 erneut vernachlässigt und verfügt damit für 2022 über ein deutliches Gewinnpotenzial, da die Bewertung der Minenaktien im aktuellen Umfeld von Niedrigzinsen, der hohen Profitabilität der Goldproduktion sowie der fehlenden Anlagealternativen immer noch günstig erscheint.

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