Stabilitas: Managerkommentar – Mai 2022

Stabilitas: Managerkommentar – Mai 2022

Der Goldpreis kann im April zunächst zulegen, gibt aber zum Monatsende deutlich nach. Aktuell notiert der Goldpreis damit unter dem Niveau vom 24. Februar 2022, als der Krieg in der Ukraine begann.

12.05.2022 | 06:05 Uhr

Wieder einmal bestätigt sich, dass Gold kein Krisenmetall ist und von politischen Krisen nicht nachhaltig profitieren kann. Im Gegenteil belastet der Verkaufsdruck aus der Ukraine und aus Russland den Goldpreis. Auch die durch die Kriegsfinanzierung eintretenden Wohlstandsverluste in Westeuropa wirken sich negativ auf den Goldpreis aus. Langfristig dürfte sich der Aufwärtstrend bei den Edelmetallen jedoch fortsetzen, da die Regierungen weltweit die Kontrolle über ihre Haushalte verloren haben, so dass diese nur noch mit frisch gedrucktem Geld der Zentralbanken finanziert werden können.

Dieses neu gedruckte Geld macht sich zunehmend in steigenden Preisen bemerkbar, die nicht mehr durch die Zentralbanken kontrolliert werden können. Das Vertrauen in die Geldwertstabilität geht zunehmend verloren und die Anleger versuchen, sich mit Investments in Sachwerte gegen den Verfall der Währungen zu schützen. Das langfristige Bild einer stabilen und breit angelegten Aufwärtsbewegung für die Edelmetallmärkte bleibt erhalten. Unser Goldpreisziel liegt weiterhin bei 2.300 bis 2.500 $/oz (vgl. Tagesbericht). Die Stabilitas Fonds entwickeln sich im April parallel zu den Edelmetallpreisen und fallen nach Gewinnen im Monatsverlauf zum Monatsende deutlich zurück.

Ausblick

Langfristig wird der Inflationsdruck im Weltwährungssystem durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zunehmen, so dass Gold unter Absicherungsaspekten gegen den Verfall der Kaufkraft der Währungen in den nächsten Monaten weiter an Bedeutung gewinnen könnte. Dabei sollten die Aktienmärkte, die Immobilienmärkte und die Edelmetallmärkte durch die Liquidität angetrieben gleichzeitig ansteigen.
Grundsätzlich wird erhöhtes Interesse für Edelmetalle durch schwindendes Vertrauen in das Papierkreditgeldscheinsystem ausgelöst.

Immer wenn das Vertrauen der Anleger wegen der katastrophalen Politik der Zentralbanken in die Papier-„Währungen“ schwindet, weichen Anleger in Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe aus. Dabei ist seit 2001 eine Rotation in der Beliebtheit der Sektoren zu beobachten. Mal stehen die Basismetalle, mal der Ölpreis, mal die Edelmetalle und mal die Aktien im Mittelpunkt des Anlegerinteresses.

Der Markt für Minenaktien wurde 2021 erneut vernachlässigt und verfügt damit für 2022 über ein deutliches Gewinn potenzial, da die Bewertung der Minenaktien im aktuellen Umfeld von Niedrigzinsen, der hohen Profitabilität der Goldproduktion sowie der fehlenden Anlagealternativen immer noch günstig erscheint.

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