AXA IM: Nicht nur die großen Player sind interessant

Foto: pixabay.de

Für viele ist Amazon das Sinnbild für das rasante Wachstum der digitalen Wirtschaft geworden. Doch auch andere Unternehmen positionieren sich für die Zukunft neu und treiben den Wandel voran.

20.06.2018 | 11:06 Uhr

Alle Augen richten sich auf Amazon: Der Onlinehändler ist inzwischen das Sinnbild für das rasante Wachstum der digitalen Wirtschaft geworden. Der Marktriese sorgt nach wie vor für helle Begeisterung an den Märkten: Vor Kurzem veröffentlichte er die neuesten Unternehmensergebnisse und übertraf damit die Markterwartungen bei Weitem. In den ersten drei Monaten dieses Jahres erhöhten sich nicht nur die Verkäufe über die Onlineplattform signifikant - auch die Gewinne haben sich mehr als verdoppelt. Doch auch andere Unternehmen positionieren sich für die Zukunft neu und treiben den Wandel voran. 

„Es gibt viele erfolgreiche Internetfirmen, die schon lange im Geschäft sind. Im Fall von Amazon sind das inzwischen bereits mehr als 20 Jahre“, so Jeremy Gleeson, Portfolio Manager bei AXA Investment Managers (AXA IM)[1] „Überraschenderweise finden trotzdem nur neun Prozent aller Verkäufe weltweit online statt.“[2] 

Für den Onlinemarkt bedeute dies, dass noch viel Luft für potenzielles Wachstum bleibt – vor allem im Hinblick darauf, dass sich die digitale Wirtschaft in den kommenden Jahren immer weiter entwickeln wird. Jeremy Gleeson richtet seinen Blick dabei auch auf die kleineren Unternehmen. „Natürlich sind große Akteure der Dreh- und Angelpunkt dieses Universums. Aber auch in kleinen und mittleren Unternehmen schlummert großes Potenzial“, betont er. Außerdem könne dieser Sektor auch ein günstiger Nährboden für Übernahmen und Fusionen (Mergers & Acquisitions, kurz: M&A) sein. Darauf deute auch der massive Boom mit Geschäftsabschlüssen in der Höhe von 1,4 Billionen Dollar in diesem Jahr hin.[3] 

M&A belebt das Geschäft

Ein Beispiel für die regen M&A-Aktivitäten zurzeit sei der Cloud Computing-Anbieter Salesforce, der das Unternehmen MuleSoft erwarb. MuleSoft verkauft eine Reihe von integrativer Software, die Unternehmen dabei hilft, Anwendungen, Daten und Geräte über eine Plattform miteinander zu teilen.

Aber auch unabhängig von den Übernahmen und Fusionen sieht Jeremy Gleeson die Zukunft in der Branche äußerst positiv: „Es gibt derzeit einfach keine Faktoren, die darauf hinweisen, dass das Wachstum gebremst werden könnte. Die Weiterentwicklung des Online-Commerce digitaler Medien oder der Online-Bezahlmöglichkeiten treiben die Branche weiterhin an.“ 

So bietet Zendesk beispielsweise eine cloudbasierte Plattform für den Kundenservice an und wendet sich damit vorrangig an kleine und mittelere Unternehmen. Im ersten Quartal dieses Jahres steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 38 Prozent im Jahresvergleich.[4] „Die Firma bedient einen breiten Markt und hat viele Möglichkeiten“, erklärt Jeremy Gleeson. „Im letzten August veröffentlichte Zendesk ein neues Produkt, den Answer Bot. Damit positioniert sich das Unternehmen auch im Feld der konversationellen künstlichen Intelligenz - ein Schritt, das dem Wachstum der Firma in Zukunft erheblich zugutekommen könnte.“ 

Innovative Unternehmen auf dem Vormarsch

Auch New Relic, ein Softwareunternehmen im Bereich des Anwendungsperformance-Management (Application Performance Management, kurz: APM), drängt derzeit in den cloudbasierten Markt. Die Produkte bieten Nutzern die Möglichkeit, ihre Software und die Leistung ihrer Infrastruktur zu überwachen und Nutzeraktivitäten zu messen. „Die Kernkompetenzen von New Relic bleiben auch weiterhin im APM“, analysiert Gleeson. „Jedoch expandiert das Unternehmen in den Bereichen Analytics, Infrastruktur und Server Monitoring. Damit weiten sie die Gruppe an potenziellen Kunden aus.“ Im Vergleich zum vergangenen Jahr erzielte die Firma mit Sitz in San Francisco ein Plus von 34 Prozent und will weiterhin investieren, um ihre Möglichkeiten am Markt zu erhöhen.[5] 

„Beispiele wie diese zeigen: Nicht nur der Marktführer Amazon ist für Investoren interessant. In dem Sektor haben auch andere – weniger bekannte – Unternehmen mit ihren Innovationen etwas zu bieten. Durch Fusionen, Weiterentwicklungen und fundierte Marktstrategien sind die Weichen für ein weiteres solides Wachstum der Branche gestellt“, schließt Gleeson.

Mehr zum Evolving Economy-Ansatz von AXA IM finden Sie hier:

DE: https://banken.axa-im.de/de/evolvingeconomy
AT: https://banken.axa-im.at/de/evolvingeconomy


[1] Informationen über Mitarbeiter von AXA Investment Managers dienen lediglich zu Informationszwecken und sind stichtagsbezogen. Ein  Weiterbeschäftigungsverhältnis mit diesen Mitarbeitern  wird  nicht garantiert.

[2] Citi Research, Citi GPS “Technology at work v3.0”, August 2017

[3] Bloomberg

[4] Zendesk

[5] New Relic


Diesen Beitrag teilen: