PRIMA Fonds Service GmbH: Der Tag an den Börsen – was sollen Anleger jetzt tun?

PRIMA Fonds Service GmbH: Der Tag an den Börsen – was sollen Anleger jetzt tun?

Am Tag des Einmarschs der russischen Armee in die Ukraine fielen an den fernöstlichen und europäischen Börsen erwartungsgemäß die Aktienkurse. Im Schnitt verloren sie um zwei bis vier Prozent.

28.02.2022 | 13:54 Uhr

In den USA hingegen arbeiteten sich die großen Aktienindizes bis zum Börsenschluss aus dem Minus ins Plus. Der technologielastige NASDAQ-100-Index beendete den Tag sogar mit +3,34%.

Für Fondsanleger und Berater stellt sich angesichts des diffusen Bilds und der erneut gestiegenen Volatilität die Frage, ob sie Anteile verkaufen, halten oder gar zu reduzierten Preisen zusätzliche Anteile erwerben sollen.

Timing funktioniert nicht

Historisch zeigt die Erfahrung, dass Aktienkurse auch in Kriegszeiten häufig steigen. Entscheidend für den Kursrückgang scheint weniger der Krieg als solcher zu sein, sondern die mit Eintritt des Krieges entstehende Unsicherheit. Sobald diese sich legt, ist in vielen Fällen die Grundlage für eine beginnende Kurserholung gelegt. Umgekehrt gehen die Kurse zu Beginn eines Krieges oft innerhalb kurzer Zeit deutlich zurück, so dass Verkäufe in der Regel zu spät kommen und ein Kursverlust bereits eingetreten ist. Kaum weniger problematisch ist der Wiedereinstieg, der ebenfalls eine Entscheidung in einer Risikosituation erfordert.

In Anbetracht der militärischen Überlegenheit Russlands sieht es in der Ukraine zur Stunde nicht nach einer längeren militärischen Auseinandersetzung aus. Länger anhalten dürften jedoch die wirtschaftlichen Sanktionen, die zu einer Verknappung und Verteuerung zahlreicher Rohstoffe auf dem Weltmarkt führen dürften (Gas, Öl, Metalle, Getreide). Der Druck auf die Lieferketten und auf die Inflation sollte daher zunehmen. Die westlichen Notenbanken, allen voran die US-amerikanische Federal Reserve und die Europäische Zentralbank, sind somit erneut gefordert, ihre Geld- und Zinspolitik zu überdenken, um einerseits die Preise unter Kontrolle zu halten, andererseits das konjunkturelle Wachstum nicht zu gefährden. Vor allem ihre bereits angekündigten oder in Aussicht gestellten Zinserhöhungen werden womöglich erst später und in abgeschwächter Form in Kraft treten. Aktien sollten, wie in den letzten Jahren, von einer solchen expansiven Politik profitieren. Auch daher könnte die relative Stärke von Technologiewerten am gestrigen Tag rühren.

PRIMA Fonds bleiben aussichtsreich und aktiv

Digitalisierung und nachhaltige Transformation sollten weiterhin die bestimmenden Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft bleiben, auf die die Krise um die Ukraine, abgesehen von den erwähnten Faktoren, keinen nennenswerten Einfluss haben dürfte. Blickt man auf das von NATO und EU verhängte Ausfuhrverbot technologischer Produkte nach Russland sowie darauf, wie schmerzlich der Konflikt um die Ukraine dem Westen erneut seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vor Augen führt, unterstreicht dies noch die Bedeutung beider Bereiche. Auch Aktien aus dem Bereich erneuerbarer Energien erzielten vielleicht deshalb am gestrigen Tag ein kräftiges Plus.

PRIMA – Global Challenges, der Fonds für nachhaltige Unternehmen, sowie PRIMA – Zukunft, der Fonds für Wachstums- und Innovationsunternehmen, setzen auf die genannten Makrothemen und bleiben daher unverändert. PRIMA – Globale Werte und PRIMA – Kapitalaufbau Total Return, die beiden flexiblen vermögensverwaltenden Produkte, haben vorübergehend ihre Teilabsicherungen ausgebaut.

Behalten Sie einen kühlen Kopf!

Investmentfonds mit Aktienanteil sind langfristige Anlageinstrumente, die über längere Zeiträume in der Regel eine attraktivere Wertentwicklung als viele andere Kapitalanlagen erzielen. Höhere Kursschwankungen sind der Preis dafür. Diese sollten nicht mit Wertschwankungen verwechselt werden. Wer langfristig investiert und von seiner Investition überzeugt ist, kann und sollte tagespolitische Einzelereignisse (auch Großereignisse), die vorübergehend die Kapitalmärkte belasten können, ignorieren. Bei gefallenen Kursen nachzukaufen oder neu einzusteigen, hat bisher langfristig nur selten geschadet.

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