UBS AM: Wertvolle Faktoren bei der Geldanlage

Foto: picture alliance / dpa Themendienst

Immer mehr Anleger investieren in Faktor-ETFs und nutzen die Potentiale dieser besonderen Merkmale, die Aktien aufweisen können. Wir stellen die Erfolgsfaktoren kurz vor.

06.11.2018 | 10:45 Uhr

Dass die Aktieneigenschaften „Größe“ und „Value“ die Marktrendite eines Aktientitels beeinflussen, hat der Mathematiker Eugene Fama bereits in den 1990er-Jahren nachgewiesen. Im Grunde war dies der Beginn des Faktor-Investing, das bei ETFs inzwischen sehr erfolgreich Anwendung findet. Seither steigt die Zahl der Anleger, die in Faktor-ETFs investieren. Neben „Größe“ und „Value“ gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren. Die gängigsten unter ihnen sind zusätzlich die Faktoren Momentum, Qualität, Aktionärsrendite und (geringe) Volatilität.

Faktoren eignen sich in verschiedenen Marktphasen
Faktoren eignen sich in verschiedenen Marktphasen

Erwiesenermaßen erfolgreich

Was die Faktoren eint, ist die Tatsache, dass sie in der Vergangenheit langfristig bessere Anlageergebnisse brachten: Umfassende wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass die Aktienfaktoren dem Gesamtmarkt über unterschiedliche Zeiträume und Regionen hinweg überlegen waren. Zwar gab es auch hier Phasen mit einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung sowie eine gewisse Zyklizität, langfristig boten die Faktoren aber positive Überschussrenditen.

Ein Überblick über die einzelnen Faktoren und ihre gewinnbringenden Eigenschaften:

  • Value:  Dabei handelt es sich um Aktien, die gemessen an fundamentalen Größen wie dem Buchwert oder dem Gewinn pro Aktie niedrig bewertet sind – in der Erwartung, dass sie in der Folge zu einem angemessenen Wert zurückkehren.
  • Größe: Das sind Aktien von gering kapitalisierten Unternehmen (Small Caps), deren Aussicht auf steigende Umsatzerlöse und wachsende Marktkapitalisierung rosig sind, und die daher besser als der Gesamtmarkt abschneiden.
  • Geringe Volatilität: Im Mittelpunkt stehen Aktien, deren Kurs geringe Schwankungen, also eine niedrige Volatilität aufweist. Diese preisstabilen Papiere können tendenziell auch das Risiko eines Portfolios reduzieren.
  • Qualität: Darunter wird eine Auswahl qualitativ hochwertiger Aktien gefasst, zum Beispiel Werte von Firmen, die solide Geschäftsmodelle aufweisen und daher hohe Gewinnmargen versprechen.
  • Aktionärsrendite: Dabei handelt es sich um Aktien, von Unternehmen, die sich durch attraktive Dividendenzahlungen und Aktienrückkaufprogramme sehr auf das Wohl ihrer Aktionäre fokussieren.
  • Momentum: Dabei wird auf Aktien gesetzt, deren Kursentwicklung in der jüngeren Vergangenheit gut war. Dahinter steht die Argumentation, dass Unternehmen, die zuletzt überdurchschnittliche Ergebnisse erzielten, dies auch in näherer Zukunft beibehalten werden.

Um in diese Faktoren zu investieren, haben Anleger mehrere Möglichkeiten: Sie können eine klassische Buy-and-Hold-Strategie verfolgen und langfristig einen oder mehrere bevorzugte Faktoren kaufen, beispielsweise den Faktor geringe Volatilität. Zudem gibt es die Möglichkeit, taktische Positionen einzugehen, auch Faktor-Timing genannt, mit denen Opportunitäten in Bezug auf die Bewertung einzelner Faktoren oder deren kurzfristige Bewegungen genutzt werden können. Zudem können Anleger im Verlauf eines Konjunkturzyklus zwischen Faktoren rotieren. So könnten sich zum Beispiel Aktien mit einer geringen Volatilität oder einer hohen Qualität in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge lohnen, während Momentum-Titel in Phasen einer konjunkturellen Erholung eine bessere Wertentwicklung erzielen. ETFs, die spezifische Faktorengagements replizieren, sind eine transparente und kosteneffiziente Lösung für jede dieser Strategien. sed, faucibus nec, elit. Quisque facilisis faucibus neque. Sed malesuada mi eget elit. Fusce mauris massa, posuere a, sodales sit amet, egestas id, elit.

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