
Donald Trump kündigte an, ab dem 1. Februar 2026 Strafzölle gegen acht europäische Länder zu verhängen, falls Europa dem Verkauf Grönlands an die USA nicht zustimmt. Sollte bis zum 1. Juni keine Lösung gefunden werden, droht eine Erhöhung der Zölle auf 25 %.
20.01.2026 | 06:30 Uhr
Zwei zentrale Aspekte
1. Politisch-strategische Dimension (Erpressungslogik)
Prognose: Europa wird Grönland nicht verkaufen und bewusst Härte
zeigen, um strategische Glaubwürdigkeit zu wahren.
2. Europäische Geschlossenheit und Rolle Großbritanniens
Prognose: Die Maßnahme stärkt paradoxerweise den europäischen
Zusammenhalt, statt ihn zu schwächen.
Ökonomische Auswirkungen der US-Zölle und mögliche
europäische Gegenmaßnahmen
Die makroökonomischen Effekte der angekündigten Zölle (zunächst 10 %) werden
vom Institut für Weltwirtschaft als insgesamt überschaubar eingeschätzt. Edgar
Walk relativiert diese Einschätzung jedoch deutlich:
Prognose: Die realwirtschaftlichen Schäden könnten größer ausfallen
als modellbasierte Schätzungen suggerieren.
Europäische Reaktionsmöglichkeiten
Die EU verfügt über erhebliche Erfahrung im gezielten Einsatz von Strafzöllen.
Durch die anstehenden US-Zwischenwahlen im November kann die EU gezielt
Branchen oder Regionen treffen, die für Donald Trumps Wiederwahl entscheidend
sind.
Edgar Walk erwartet daher:
Konjunkturausblick Europa: Rückschlag durch Zollkonflikt
Der Ausblick für Europa hat sich kurzfristig wieder eingetrübt:
Noch kurz zuvor hatten sich die Wachstumsperspektiven verbessert.
Die Zölle stellen nun einen „klar negativen Schock“ dar.
Prognose: Der Handelskonflikt dürfte sich weiter zuspitzen und die
europäische Konjunktur zusätzlich belasten.
Ein möglicher Einflussfaktor bleibt zudem eine Entscheidung des Obersten
Gerichtshofs der USA zur Rechtmäßigkeit der Zölle.
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