Ostrum AM: Rückkehr der Dividenden - Rotation zu dividendenstarken Aktien noch nicht eingepreist

Ostrum AM: Rückkehr der Dividenden - Rotation zu dividendenstarken Aktien noch nicht eingepreist

Im aktuellen „MyStratWeekly“ des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management (eine Tochter von Natixis Investment Managers) bricht Marktstratege Axel Botte eine Lanze für dividendenstarke Aktien und Dividendenfutures.

10.02.2021 | 09:27 Uhr

Er erinnert daran, dass im EuroStoxx der Beitrag von Dividenden zu den Gesamtrenditen zwischen Dezember 1991 und Dezember 2020 durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr betrug. Bei einer durchschnittlichen Gesamtrendite des Index von etwa 7,5 Prozent pro Jahr hätten Dividendenzahlungen also etwa ein Drittel der Performance europäischer Aktien ausgemacht.

Im vergangenen Jahr allerdings habe die Performance von sonst dividendenstarken Titeln stark unter den Auszahlungskürzungen und der Betonung der Faktoren Growth, Small Cap oder ESG gelitten; die Underperformance des S&P Dividends Aristocrats Index im Vergleich zum EuroStoxx habe 12,7 Prozent betragen. Für die nächsten Jahre erwartet Botte wieder eine Rotation hin zu Dividendentiteln. Schon für 2021 würde ein Anstieg der Dividenden um 34 Prozent prognostiziert, dann um 11 Prozent im Jahr 2022 und um weitere 8 Prozent im Jahr 2023. Folge man den Konsensschätzungen von Bloomberg, sei damit die Auszahlungsflaute des Jahres 2020 wieder vollständig wettgemacht.

Botte: „Die Dividendenrendite des Euro Stoxx-Index wird bei den aktuellen Preisen bis 2023 auf 3,3 Prozent steigen. Steigende Ausschüttungen an die Aktionäre sind auch eine Aussage über die zukünftige Profitabilität der Unternehmen. Dennoch scheint das Thema Dividendeninvestitionen von den Marktteilnehmern derzeit vernachlässigt zu werden, nachdem im Jahr 2020 eine starke Underperformance zu verzeichnen war.

In den Dividendenfutures ist jedoch eine Rotation zugunsten des Dividendenfaktors noch nicht eingepreist; ihre offensichtliche Unterbewertung deutet auf eine Anlagemöglichkeit hin. Während die erste Phase der Aktienrallye vor allem auf einer sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik beruht, könnte eine zweite Phase von einer Verbesserung des Wirtschaftswachstums, der Unternehmensgewinne und damit der Fähigkeit der börsennotierten Unternehmen, die Zahlungen an ihre Aktionäre zu erhöhen, getragen werden.“

Das vollständige „MyStratWeekly“ aus dem französischen Investmenthaus finden Sie hier im englischen Original.

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