
Das Zitat der Woche von AXA Investment Managers: "Der Anteil der Schwellenländer am Weltwirtschaftsgeschehen hat seit Beginn dieses Jahrhunderts deutlich zugelegt und wird wohl bald die Industriestaaten überholen", so Achim Stranz, CIO bei AXA Investment Managers Deutschland. "Schwellenländer machen mittlerweile 50 Prozent des Anteils am Zuwachs des Welt-Bruttosozialproduktes aus und repräsentieren somit zur Hälfte das Weltwirtschaftswachstum."
01.02.2011 | 10:58 Uhr
Achim Stranz weiter: "Es ist schwer vorstellbar, dass der Westen die Führerschaft verlieren könnte. Geschichtlich betrachtet lag jedoch die Kernregion der Welt – also die Region mit dem größten Wachstum, der stärksten Wirtschaftskraft und der höchsten Innovationskraft - jahrhundertelang in Asien. Die Überholung durch Europa folgte erst im Zuge der industriellen Revolution. Die Aussage China sei ein Land, das nur kopiert, ist historisch betrachtet falsch, da hier wesentliche technische Entwicklungen Ihren Ursprung haben: Darunter das Uhrwerk, der Blutkreislauf, Hängebrücken, Wasserpumpen und die Stahlerzeugung. Betrachtet man das Pro-Kopf-Wachstum und die Verschuldung pro Kopf, stehen die Schwellenländer wesentlich günstiger da. Die Risiken der Vergangenheit - wie Überschuldung und Abwertung - sind eher in der "entwickelten Welt" zu finden. Während sich die Schwellenländer im Zeitverlauf entschulden konnten und Geldreserven aufbauten, wurden in Europa massiv Schulden aufgebaut. Im Prinzip könnte es sich China leisten monatlich Portugals Schuldenberg zu tragen. Dennoch bleibt es ein langer Weg bis es zur Überholung kommen kann: Zwar gibt es zurzeit eine globale Aufholjagd, allerdings ist das pro Kopf Wohlstandsniveau der entwickelten Welt noch unerreichbar."
Diesen Beitrag teilen: