Jupiter Global Value: Disziplinierte Auswahl globaler Value-Aktien
Fondsmanager Brian McCormick von der Investmentgesellschaft Jupiter Asset Management sucht weltweit mit großem Erfolg nach unterbewerteten Aktien, die Gewinn versprechen. Das Besondere: 90 Prozent seiner Titel findet er außerhalb der USA.18.05.2026 | 14:00 Uhr von «Peter Gewalt»
Brian McCormick präsentierte auf der TiAM Investment-Konferenz in Berchtesgaden seinen Ansatz für globales Value-Investing – und er erklärte, warum er die aktuelle Marktlage als historische Chance begreift. Seine Argumentation: Der Ansatz, langfristigen Kapitalzuwachs durch konsequentes Investieren in unterbewertete Aktien weltweit zu erzielen, sei gerade jetzt die passende Antwort auf die gestiegene Unsicherheit an den Kapitalmärkten. „Ein disziplinierter, wiederholbarer Investmentprozess ist zielführender als hektisches Hin und Her“, so McCormick.
Daraus leitet er drei Kernprinzipien für erfolgreiches Handeln ab: erstens das Investieren mit einer Sicherheitsmarge, zweitens breite Diversifikation der fundamentalen Risiken und drittens die Beherrschung des eigenen Verhaltens als Investor.
McCormick setzt auf breite Streuung
Und so setzt McCormick diese Erkenntnis um: Sein Fonds Jupiter Global Value hält derzeit rund 90 Prozent seiner Positionen in Unternehmen, die außerhalb der USA notiert sind – ein bewusster Gegenentwurf zum Index MSCI All Country World, der von US-amerikanischen Mega-Cap-Wachstumsaktien dominiert wird. McCormick zeigt anhand des Shiller-KGV, dass US-Aktien aktuell auf einem Bewertungsniveau handeln, das historisch nur während der Dotcom-Blase, dem Crash von 1929 und einer möglichen KI-Blase erreicht wurde.
Grafik 1: Aktiebewertungen
Im Gegensatz dazu seien Aktien in Europa, Japan, Brasilien, Hongkong und anderen Märkten deutlich günstiger bewertet, so McCormick. Deshalb investiere er gezielt in kleine, mittlere und große Unternehmen außerhalb der teuren US-Megacaps – in Werte wie Burberry, Swatch, Molson Coors, VTech, Banco do Brasil oder Jardine Matheson. Der Active Share liege bei fast 99 Prozent, was die Eigenständigkeit des Portfolios unterstreiche.
Schließlich machte der Fondsmanager den Prozess und die Struktur seines Portfolios transparent: Der Investmentprozess beginne mit quantitativen Screens aus einem Universum von rund 70 000 Wertpapieren, die auf etwa 2000 günstig bewertete Kandidaten reduziert würden. Daraus wählt McCormick 400 bis 500 qualitativ hochwertige Unternehmen und baut ein Portfolio von aktuell rund 110 Positionen auf. Dabei achtet der er auf breite Streuung nach Ländern, Sektoren und Marktkapitalisierungen. Der Fonds bevorzugt zudem familiengeführte Unternehmen mit geringer Verschuldung.
Grafik 2: Investmentprozess
Die eindrucksvollen Zahlen, die McCormick präsentierte, sprechen für den Ansatz des Jupiter Global Value: In den zwölf Monaten bis Februar 2026 erzielte der Fonds eine Rendite von 24,5 Prozent – deutlich mehr als der MSCI ACWI mit 9,4 Prozent. Über fünf Jahre liegt der Fonds mit 86,2 Prozent ebenfalls vor dem Index. McCormick sieht darin eine Bestätigung seines Ansatzes.
| Fondsname | Jupiter Global Value |
|---|---|
| Fondsstart | 11.09.2009 |
| Fondskosten | 1,73% |
| Fondsvolumen | 633 Mio. Euro |
| Wertzuw. 5 Jahre | 86,20% |
| ISIN | LU 042 509 426 4 |