Neuer ELTIF setzt auf Rechenzentren

Mit einem neuen ELTIF bringt HanseMerkur zusammen mit Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. ein institutionell geprägtes Infrastruktur-Segment in den Privatkundenmarkt. Im Fokus stehen Hyperscaler-Rechenzentren, die für KI-Anwendungen und Cloud-Computing dringend benötigt werden.

21.05.2026 | 10:00 Uhr von «Jörn Kränicke»

Mit dem HanseMerkur Digital Infrastructure ELTIF erweitert der Versicherer sein Angebot im Bereich alternativer Investments und öffnet zugleich ein bislang institutionell dominiertes Marktsegment für Privatanleger. Im Zentrum stehen Investitionen in Hyperscaler-Rechenzentren – eine Schlüsseltechnologie hinter Künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing.

Zugang zu einem wachsenden Infrastrukturmarkt

Die globale Nachfrage nach Rechenleistung wächst rasant. Getrieben durch Digitalisierung, Cloud-Anwendungen und Künstliche Intelligenz dürfte sich die Kapazität von Rechenzentren laut einer McKinsey-Studie bis 2030 nahezu verdreifachen. Entsprechend hoch sind die erwarteten Investitionen, die sich auf mehrere Billionen US-Dollar summieren könnten. Der Fonds setzt genau hier an: Er investiert gezielt in Rechen- und Datenzentren, insbesondere im Hyperscaler-Segment, das die Infrastruktur für große Technologieanbieter bildet. Der geografische Fokus liegt auf den USA und Europa, ergänzt durch selektive Engagements in Asien.

Dachfonds mit Fokus auf Eigenkapitalinvestments

Der ELTIF als Dachfonds konzipiert. Investiert wird in spezialisierte Zielfonds mit ausgewiesener Expertise im Bereich digitaler Infrastruktur. Der Schwerpunkt liegt auf Eigenkapitalbeteiligungen an Rechenzentrumsprojekten, darunter auch ein signifikanter Anteil an sogenannten Greenfield-Projekten – also Vorhaben, die die gesamte Wertschöpfung von Entwicklung über Vermietung bis zum Verkauf abbilden.

Langfristige Ausrichtung mit definierten Ausschüttungen

Wie für die Anlageklasse typisch, ist der Fonds klar langfristig ausgelegt. Die Laufzeit beträgt 12 Jahre, womit sich das Produkt an Anleger mit entsprechendem Anlagehorizont richtet. Während einer dreijährigen Anlaufphase sind jährliche Ausschüttungen von rund drei Prozent des Nominalkapitals vorgesehen. Danach werden Ausschüttungen von sechs bis sieben Prozent pro Jahr angestrebt. Die angestrebte Netto-Zielrendite liegt bei 12 Prozent Internal Rate of Return (IRR) ohne Einsatz von Fremdkapital.

Besonderheiten des ELTIF: Mindestbindung und Rückgaberegeln

Als ELTIF unterliegt der Fonds spezifischen Eigenheiten, die ihn klar von klassischen Publikumsfonds unterscheiden. Dazu zählt insbesondere die eingeschränkte Liquidität:

  • Langfristige Kapitalbindung über die gesamte Laufzeit von 12 Jahren
  • Rückgaben sind nur eingeschränkt möglich
  • Kündigungsfrist von mindestens drei bis maximal sechs Monaten
  • Rückgaben erfolgen ausschließlich zum Quartalsende

Diese Regelungen spiegeln den langfristigen Charakter von Infrastrukturinvestments wider, die nicht kurzfristig liquidierbar sind.

Fazit

Infrastruktur als Baustein für langfristige Portfolios Mit dem Digital Infrastructure ELTIF bietet HanseMerkur einen strukturierten Zugang zu einem wachstumsstarken, aber kapitalintensiven Marktsegment. Die Kombination aus steigender Nachfrage nach digitaler Infrastruktur und langfristig planbaren Cashflows macht Rechenzentren zu einem interessanten Baustein für diversifizierte Portfolios – setzt jedoch die Bereitschaft voraus, Kapital über viele Jahre zu binden.

Fondsdaten

WKN A41U4K
ISIN LU3134353856
Auflagedatum 29. Juli 2025
Währung EUR
Ertragsverwendung ausschüttend
Perf. Fee 10 % des den Total Return übersteigenden Betrags bei einem Total Return von 10–12 % und 15 % bei über 12 %.
Managementgebühr 3,1% p.a.
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