LBBW Sicher Leben: Sicherheit geht immer vor, auch an der Börse

Der Fonds investiert gezielt in Unternehmen, die an der wachsenden Bedeutung des Themas Sicherheit partizipieren. Daniel Röger erklärt, wie das Fondsmanagement Werte selektiert, die in Verteidigung und Rüstung, digitaler Sicherheit sowie physischer Sicherheit tätig sind

12.05.2026 | 14:00 Uhr von «Peter Gewalt»

Daniel Röger, Senior Sales Publikumsfonds, stellte in seinem Vortrag auf der TiAM Investment-Konferenz in Berchtesgaden die Anlageidee des Aktienfonds LBBW Sicher Leben detailliert vor: Der LBBW Sicher Leben ist ein thematisch ausgerichteter Artikel-6-­Fonds, der sich auf Unternehmen konzentriert, die von strukturellen Sicherheitsbedarfen profitieren. Unter der Leitung der Fondsmanager Yannik Schiele und Felix Jäger investiert der Fonds in drei klar definierte Sicherheitsbereiche: „Im Mittelpunkt stehen Verteidigung und Rüstung, digitale Sicherheit sowie physische Sicherheit.“ Diese Dreiteilung ermögliche eine thematisch fokussierte und zugleich breit diversifizierte Allokation.

Cybersicherheit gewinnt an Bedeutung

Röger untermauerte die Strategie mit einigen aktuellen Marktbeobachtungen: Anhaltende geopolitische Spannungen, steigende Verteidigungsausgaben und die Zunahme hoch entwickelter Cyberangriffe führten zu nachhaltiger Nachfrage nach Lösungen auf diesen Sektoren. Röger verwies auf die jüngsten Kursbewegungen bei sicherheitsrelevanten Titeln als Bestätigung für die Relevanz des Themas. Besonders eindrücklich waren seine Beispiele zum Nachholbedarf militärischer Güter in Europa sowie zu aktuellen Cybervorfällen, die die Notwendigkeit robuster digitaler Sicherheitslösungen verdeutlichten.

„Cybersicherheit ist ein Thema, das angesichts der vielen Attacken aus dem Netz immer mehr Priorität bei den Unternehmen, aber auch Privatpersonen gewinnt.“ Doch auch im Bereich physische Sicherheit kon­statiert Röger einen Boom, „da das Sicherheitsgefühl vielen Menschen immer wichtiger wird und die Unternehmen immer bessere Lösungen anbieten“.

Durch die Bündelung mehrerer Segmente innerhalb eines Portfolios werde das Risiko reduziert, ohne dass die Performance leide, so Röger. Konkrete Portfoliopositionen und Struktur nannte Röger mit Zahlen (Stand: 16.04.2026): Verteidigungswerte machen 42 Prozent, digitale Sicherheit 34 Prozent, und physische Sicherheit 22 Prozent aus; der Rest entfällt auf Liquidität und Sektorüberlappungen. Aktuell ist das Portfolio auf etwa 76 Titel verteilt, deren Gewichtung aktiv gesteuert wird. Zu den größten Positionen zählen unter anderem Broadcom, RTX und Rolls-Royce.

Röger betonte die strengen Auswahlkriterien: Neben fundamentalen Kennzahlen und Wachstumsperspektiven flössen Technologiekompetenz, Marktzugang, Regulatorik, Resilienz und Nachhaltigkeitsaspekte in die Titelauswahl ein. Ethische Ausschlüsse seien klar definiert: Hersteller von Streubomben und Antipersonenminen sowie andere besonders kontroverse Rüstungssegmente würden nicht berücksichtigt. Ziel sei es, Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und stabilen Cashflows zu identifizieren, ohne die thematische Ausrichtung zu verwässern.

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