Immofondskrise: Der nächste Fonds schließt
Nun muss auch die UBS einen ihrer Immobilienfonds aus Liquiditätsgründen schließen. Die UBS Real Estate hat die Rücknahme und Ausgabe von Anteilen am offenen Immobilienfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien mit Wirkung zum 25. März ausgesetzt.26.03.2026 | 11:48 Uhr
Als Begründung nennt die UBS unzureichende liquide Mittel, um Rückgabewünsche von Anlegern zu bedienen und gleichzeitig eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Fondsvermögens sicherzustellen.
Aussetzung für 36 Monate geplant
Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend hoher Mittelabflüsse aus dem UBS (D) Euroinvest Immobilien. Nach den Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) kann die Anteilsrücknahme für bis zu 36 Monate ausgesetzt werden. In diesem Zeitraum werden die Rahmenbedingungen für Immobilienverkäufe schrittweise gelockert, um Liquidität zu schaffen.
UBS hatte bereits in den vergangenen Monaten verstärkt versucht, Objekte aus dem Portfolio zu veräußern. Dazu zählen unter anderem der Business Park „WTC Almeda“ in Barcelona sowie eine Logistikimmobilie im hessischen Bensheim.
Erster Büroimmobilienfonds der schließt
Nach den beiden Wohnimmobilienfonds die jüngst geschlossen wurden, ist dies nun der erste Büroimmobilienfonds, der seine Pforten schließt. Rund 85 Prozent des UBS- Portfolios sind in Büroimmobilien investiert.
Börsenabschlag beträgt 27 Prozent
Der Börsenabschlag des UBS Fonds beträgt aktuell 27 Prozent. Anleger, die verkaufen möchten, müssen also deutliche Verluste hinnehmen. Angesichts des Volumens von nur noch rund 400 Millionen Euro kann man wohl davon ausgehen, dass die UBS den Fonds abwickeln wird. Denn selbst bei einer Öffnung nach spätestens 36 Monaten dürfte keine Nachfrage nach dem Fonds vorhanden sein. (jk)
Weitere Artikel zur Krise bei den Immobilienfonds:
Paukenschlag: Erfolgreicher Immobilienfonds setzt Rücknahmen aus
Steht eine neue Immobilienfondskrise vor der Tür?