Ich empfehle den TBF SMART POWER EUR I - Energieinfrastruktur als struktureller Wachstumstreiber

Die Energiewende ist längst kein reines Klimathema mehr. Sie ist zu einer der zentralen Infrastrukturaufgaben der kommenden Jahrzehnte geworden. Stromnetze müssen modernisiert, Kapazitäten ausgebaut, Energieflüsse intelligenter gesteuert und neue Erzeugungsquellen integriert werden. Genau hier setzt der fast eine Milliarde große TBF SMART POWER an.

08.05.2026 | 12:30 Uhr von «Philip Morgen, CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP) der Morgen Invest GmbH aus Oberursel.»

Der im Dezember 2016 aufgelegte Fonds investiert weltweit in Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette der Energieinfrastruktur tätig sind. Dazu zählen insbesondere Anbieter aus den Bereichen Smart Grid (intelligentes Stromnetz), Stromübertragung und -verteilung, Power Management, LNG-Infrastruktur, Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien. Damit ist der Fonds kein klassischer Themenfonds auf einzelne Segmente wie Solar oder Wind, sondern deutlich breiter aufgestellt.

Der Schwerpunkt liegt aktuell klar auf Infrastrukturunternehmen. Laut Factsheet vom 31.03. entfallen rund 68 Prozent des Portfolios auf diesen Bereich. Ergänzt wird das Portfolio durch Unternehmen aus Effizienz und Automation, Energieversorger, Wind, Solar, Speicher und E-Mobilität. Diese breite Aufstellung ist aus unserer Sicht ein wesentlicher Vorteil, da der Fonds nicht nur auf einzelne Technologien setzt, sondern auf die gesamte Transformation der Energieversorgung.

Auch die geografische Verteilung ist interessant. Die USA stellen mit rund 41 Prozent den größten Länderanteil, gefolgt von Japan mit knapp 23 Prozent. Deutschland ist mit rund acht Prozent vertreten. Diese Allokation spiegelt wider, dass Investitionen in Netze, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit ein globales Thema sind. Zu den größten Positionen, die alle unter fünf Prozent gewichtet sind, zählen unter anderem GE Vernova, Mitsubishi Heavy Industries, Quanta Services, Siemens Energy, Vertiv und Hitachi.

Die jüngere Wertentwicklung war stark. Über ein Jahr erzielte der Fonds per Ende März 2026 eine Performance von rund 68 Prozent, über drei Jahre rund 89 Prozent und seit Auflegung rund 196 Prozent. Diese Zahlen sind beeindruckend, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen Aktienfonds mit entsprechenden Schwankungen handelt. Die Volatilität lag zuletzt bei knapp 19 Prozent, der maximale Rückgang bei rund 31 Prozent. Der Fonds eignet sich daher nicht als defensiver Baustein, sondern als chancenorientierte Beimischung.

Fazit

Der TBF SMART POWER ist eine spannende Lösung für Anleger, die gezielt in den Ausbau und die Modernisierung der globalen Energieinfrastruktur investieren möchten. Der Fonds verbindet mehrere langfristige Trends: Elektrifizierung, Netzstabilität, Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung. Aufgrund der thematischen Ausrichtung und der höheren Schwankungen sollte der Fonds jedoch bewusst dosiert eingesetzt werden – als wachstumsorientierte Beimischung, nicht als Basisinvestment.

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