Ich empfehle den Patrizia-Infrastruktur-Low-Carbon-Fonds-V2

Die zahlreichen internationalen Krisen stärken die Attraktivität von Aktiengesellschaften mit konservativem Chance-Risiko-Profil. Zu dieser Gruppe zählen insbesondere Titel aus dem Infrastruktur-Sektor.

27.03.2026 | 12:15 Uhr von «Jörg Wenner»

Schließlich können bewaffnete Auseinandersetzungen in fernen Weltregionen oder Einbrüche der Weltkonjunktur den vielen zumeist regional tätigen Wasserversorgern und Stromnetzbetreibern weniger anhaben als zum Beispiel Rohstoffförderern oder Autobauern, die auf funktionsfähige internationale Warenströme angewiesen sind.

Ein weiterer Vorteil: Wer Autobahnen oder Eisenbahnlinien betreibt, kann - nach eingangs zugegebenermaßen hohen Investitionen - jahrzehntelang Gebühren kassieren, die eigenen Tarife an die Inflation anpassen und häufig auch von monopolähnlichen Strukturen profitieren. Hinzu kommt der Megatrend der Dekarbonisierung. Nach dem jüngsten Ölpreisschock und dem ohnehin beschleunigten Aufbau von Datencentern aufgrund der KI-Revolution dürften zahlreiche Industrienationen die Elektrifizierung ihrer Volkswirtschaften wieder stärker forcieren als zuletzt. Hiervon profitieren Kraftwerksbetreiber, Baukonzerne und verwandte Branchen.

Eine besonders risikoreduzierende Anlagestrategie in diesen Bereich verfolgt der internationale Aktienfonds Patrizia Low Carbon Core Infrastructure (ISIN: IE00BJSB2902; ISIN der institutionellen Tranche: IE000X0ZG6X4) Das Portfoliomanagement meidet nach eigenen Angaben stärker schwankungsintensive Infrastrukturtitel wie Hafenbetreiber oder Solarparkbauer. Bevorzugt investiert wird stattdessen in die Betreiber von Stromnetzen (beispielsweise E.on, National Grid), Eisenbahnen (zum Beispiel East Japan Railway, Canadian National Railway), in die Betreiber von Telekommunikationsmasten (beispielsweise American Tower) sowie in Multi-Utility-Gesellschaften.

Auch der Nachhaltigkeitsaspekt kommt nicht zu kurz: Patrizia nimmt für sich in Anspruch, Unternehmen mit einem um 70 bis 80 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck zu selektieren als die Benchmark enthält, die man etwa über einen Infrastruktur-ETF erwerben könnte. Außerdem sticht die breite internationale Streuung mit einer starken Gewichtung von Europa ins Auge. Auf diese Region entfielen zuletzt 46 Prozent des Portfolios, während Nordamerika mit 38 Prozent und Asien mit weiteren 12 Prozent eher unterrepräsentiert waren.

Diese Regionengewichtung dürfte neben dem Branchenmix dazu beitragen, dass der Fonds nur moderat mit dem MSCI World korreliert. Zu bedenken ist allerdings, dass sich allgemeine Aktienmarktschwankungen auch mit Infrastruktur-Aktien nicht ausblenden lassen. Branchentypische Risiken wie Zinssensitivität sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Da Infrastruktur-Gesellschaften aus den USA in den vergangenen fünf Jahren tendenziell besser liefen als ihre europäischen Pendants, war der Patrizia-Fonds kein Überflieger. Das muss aber nicht so bleiben, da viele US-Titel des Sektors mit vergleichsweise hohen Bewertungen aufwarten. Und so kann Patrizia als Argumente für die eigene Titelauswahl Value- bzw. Qualitätsaspekte anführen. Demnach weisen die selektierten Unternehmen im Mittel Bewertungsvorteile auf, und zwar hinsichtlich Gewinnmultiple, Verschuldung, Eigenkapitalrendite, Dividendenrendite und Payout-Ratio. Außerdem dürften Anleger aus dem Euroraum die vergleichsweise geringe Schwankungsintensität und das im Sektorvergleich unterdurchschnittliche Dollarrisiko des Fonds schätzen.

Fazit: In der Summe seiner Eigenschaften handelt es sich beim Patrizia Low Carbon Core Infrastructure um eine attraktive Fondsbeimischung für konservative Aktieninvestoren, die einen weiteren Baustein zur risikooptimierenden Diversifizierung ihres Portfolios suchen

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