Renditen und Risikostreuung: Schwellenländeranleihen boomen

Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern erleben einen Boom, was die Zuflüsse von Anlagegeldern angeht. Gründe dafür nennt Thomas Meyer, Country Head Germany von DPAM:

03.02.2026 | 09:52 Uhr

  • „Die Umschichtungen in Schwellenländer-Anleihen waren selten so umfangreich wie seit dem Amtsantritt von Donald Trump. Das gilt vor allem für Lokalwährungsanleihen. Investoren suchen Diversifizierung jenseits der Industrieländer.“
  • „Seit 2022/23 schwanken die Anleihenkurse und die Währungen von Schwellenländern weniger als die der entwickelten Märkte. In dieser Zeit flossen Investments in Milliardenhöher aus US-Dollar-Anlagen in Schwellenländer-Anleihen und Fonds (überwiegend in Lokalwährung).“
  • Verbessert haben sich nicht zuletzt die Ratings der Schwellenländer – schon seit den späten 1980er Jahren. Dahinter stehen fundamentale Daten sowie wachsende Märkte für Lokalwährungsanleihen. Die Qualität der Staatsanleihen aus den Industrieländern hat sich in dieser Zeit übrigens verschlechtert.“
  • „Die Volumina der emittierten Anleihen aus Schwellenländern haben sich über die vergangenen zehn Jahre ebenfalls stark ausgeweitet, auch hier v.a. bei den Lokalwährungsanleihen.“


Derzeitige Einschätzung: Hoher Carry, aussichtsreiche Währungen

  • Dank Renditen von nahezu 8 % ist der Carry ein starkes Argument für ein Investment. Er schafft einen Puffer von 65 Basispunkten pro Monat gegen mögliche Wechselkurs- und Durationsrisiken. Hinzu kommt das Zinssenkungspotenzial, das in einigen Schwellenländern noch besteht.“
  • „Positiv schätzen wir auch die Währungen der Schwellenländer ein, vor allem dank guter Wachstumsaussichten und möglicher Zinssenkungen. Der deutlich höhere Renditeaufschlag macht Anleihen in Lokalwährung attraktiver als in Hartwährung.“
  • „Wer unabhängig von engen Benchmarks in sehr viele Länder streut, kann die bestehenden Vorteile besonders breit und flexibel nutzen. Die Benchmark-Anbieter gewichten derzeit Asien sehr hoch, obwohl sich deren Renditen teilweise unter dem Niveau von US-Staatsanleihen bewegen. So sind z.B. die Renditen in Lateinamerika oder in ausgewählten afrikanischen Staaten deutlich höher.“
  • „Viele Schwellenländer sind den Industriestaaten im Zinszyklus vorausgeeilt und haben die Zinsen schon erhöht, als in den Industrieländern noch gesenkt wurde. Die Attraktivität von Frontier-Märkten hat dagegen in jüngster Vergangenheit nachgelassen.“


Marketing-Mitteilung.
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