Quantentechnologie - Vom Labor in die Portfolios

Der Markt öffnet sich - Was lange als reine Zukunftstechnologie galt, erreicht 2025 die wirtschaftliche Realität. Mit dem UN-Jahr der Quantentechnologien startet die Skalierung. Prognosen sehen bis 2040 ein Potenzial von rund 198 Mrd. USD.

19.02.2026 | 09:30 Uhr

Quantentechnologie: Vom Labor in die Portfolios – Der kommerzielle Durchbruch ist da

Lange Zeit galt die Quantenphysik als das „ewige Versprechen“ – wissenschaftlich brillant, aber kommerziell in weiter Ferne. Doch das Jahr 2025 markierte den entscheidenden Wendepunkt. Mit der Ausrufung des „Internationalen Jahres der Quantenwissenschaft und -technologie“ durch die Vereinten Nationen trat die Technologie endgültig aus dem Schatten der Grundlagenforschung in die Phase der wirtschaftlichen Skalierung. Für Portfoliomanager und Anlageberater eröffnet sich damit ein Markt, der laut aktuellen Analysen bis 2040 ein Volumen von rund 198 Milliarden USD erreichen könnte.


Der „Milliarden-Dollar-Moment“ der Hardware

Der wohl wichtigste Indikator für die Marktreife ist das Überschreiten der Umsatzschwelle: Bis Ende 2025 haben Quantencomputing-Unternehmen erstmals einen Gesamtumsatz von über einer Milliarde USD generiert. Getrieben wurde dieses Wachstum vor allem durch den cloudbasierten Zugang zu Quanten-Hardware, was die Technologie für mission-critical Industrien wie Pharma, Chemie und Finanzen unmittelbar nutzbar macht.

Technologisch untermauert wurde dieser Sprung durch Google mit seinem „Willow“-Prozessor. Mit 105 Qubits konnte Google demonstrieren, dass Fehlerraten durch Fehlerkorrektur-Algorithmen exponentiell unterdrückt werden können – ein Meilenstein für die Stabilität und Verlässlichkeit der Systeme. Wo klassische Supercomputer an ihre Grenzen stoßen, etwa bei der Simulation komplexer Moleküle für die Wirkstoffforschung oder der Optimierung von Handelsstrategien, bietet die Quantentechnologie nun verifizierbare Geschwindigkeitsvorteile.


Mehr als nur Rechenpower: Die drei Säulen des Marktes

Für professionelle Anleger ist entscheidend, dass die Quantentechnologie weit über den reinen Bau von Computern hinausgeht. Das Ökosystem ruht auf drei stabilen Säulen:


  1. Quantum Computing: Exponentielle Leistungssteigerung für KI-Training und Materialforschung.
  2. Quantum Sensing: Hochpräzise Sensoren, die Navigation ohne GPS ermöglichen und in der Medizintechnik bereits heute kommerziell genutzt werden.
  3. Quantum Communication & PQC: Hier entsteht ein regulativ getriebener Nachfrageschub. Mit der Finalisierung weltweiter Standards für die Post-Quantum-Kryptografie (PQC) im Jahr 2025 sind Unternehmen und Behörden gezwungen, ihre Sicherheitsarchitekturen gegen künftige Quanten-Angriffe aufzurüsten.


Alleine der Markt für Quantenkommunikation wird bis 2035 auf 11 bis 15 Milliarden USD geschätzt, wobei staatliche Stellen und der Finanzsektor die größten Nachfrager sind.


Aktives Management im Frühphasenmarkt

In einem Markt, der sich wie das Internet der 1990er-Jahre anfühlt, können passive Strategien an ihre Grenzen stoßen. Indizes gewichten oft nach Marktkapitalisierung, was in einem dynamischen Technologiefeld dazu führen kann, dass man die Innovationsführer von morgen verpasst. „In einem Frühphasenmarkt geht es darum, die richtigen Unternehmen zu identifizieren“, erklärt Gerd Junker, Experte für technologische Investments und Fondsadvisor.


Der GG Quantum (ISIN: DE000A41EDL2) ist der erste aktiv verwaltete Quantentechnologie-Fonds in Deutschland. Mit seinem Fokus auf das gesamte Ökosystem – von Hardware-Pionieren bis hin zu spezialisierten Zulieferern für Kühltechnik und Laser („Picks-and-Shovels“) – bietet er einen diversifizierten Zugang zu dieser Assetklasse.


Investment-Strategie und Ausblick

Das Portfolio des GG Quantum setzt auf eine abgewandelte Barbell-Strategie: Rund 50 % des Kapitals fließen in etablierte Technologie-Giganten wie IBM, Google oder Microsoft, die über enorme Ressourcen und eigene Hardware-Roadmaps verfügen. Die verbleibenden Anteile werden in spezialisierte Pure-Plays wie IonQ oder Rigetti sowie in PQC-Spezialisten investiert, die von den neuen Sicherheitsregularien profitieren.


Der GG Quantum befindet sich aktuell in der Seedphase und ist seit dem 15. Januar 2026 offiziell zum Vertrieb zugelassen. Für Portfoliomanager und Berater bietet sich jetzt ein attraktives Zeitfenster, um Kunden in ein Thema zu begleiten, das nicht mehr nur Vision, sondern industrielle Realität ist. Der Fonds ist über alle gängigen Plattformen verfügbar und stellt für zukunftsorientierte Portfolios einen technologischen Basisbaustein dar.


Autor: Carmen Junker, Grünes Geld GmbH


Disclaimer:

Diese Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf


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