Mumm kompakt Spezial zur EZB
Die EZB passt angesichts der Eskalation des Iran-Konflikts und der bisher resultierenden Ölpreissteigerungen ihre Projektionen für die Inflation nach oben und für das Wachstum nach unten an, alles andere käme einem Verkennen der Realitäten gleich.20.03.2026 | 06:29 Uhr
Gleichwohl kann das Ausmaß des Ölpreisschocks noch nicht annähernd genau abgeschätzt werden. Denn die entscheidende, derzeit nicht beantwortbare Frage ist, wie lange die stark erhöhten Preisniveaus erhalten bleiben und wie stark dadurch die Inflationserwartungen der Menschen nach oben verschoben werden.
Daher ist es richtig, auf eine vorschnelle Zinsanhebung zu verzichten, zumal diese die eingetrübten Wachstumsperspektiven noch weiter verschlechtert hätte, und nur darauf zu verweisen, dass die Notenbank im Bedarfsfall einen restriktiveren geldpolitischen Kurs ansteuern könnte.
Das könnte schon im April oder Juni der Fall sein, denn ganz sicher möchte man sich nach dem Inflationsschub der Jahre 2021 und 2022 nicht noch einmal nachsagen lassen, zu spät gehandelt zu haben.
Die Kurse von Währungen, Zinsen und Aktien bleiben vorerst ein Spielball des Irankonflikts. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus hat bedeutend größeren Einfluss auf die Kapitalmärkte als Zinsentscheide von Notenbanken.
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