KI wird das aktive Asset Management nicht zerstören – sie wird es retten
Warum KI nicht das Ende, sondern die Rettung des aktiven Asset Managements ist26.01.2026 | 09:39 Uhr
Der Funds Europe‑Beitrag beschreibt eine Branche im Umbruch: Aktives Asset Management verliert an Glaubwürdigkeit, während passive Strategien Kapital in immer dieselben Indexwerte lenken. Das führt zu Marktverzerrungen, Konzentrationsrisiken und einer gefährlichen Abhängigkeit von mechanischen Kapitalflüssen. Dr. Miró Mitev, Gründer und CEO von Smart Wealth Asset Management AG argumentiert, dass Märkte dringend wieder mehr „Intelligenz“ benötigen, und dass KI genau diese Funktion übernehmen kann.
Die Grenzen menschlicher Manager und die Vorteile KI‑gestützter Systeme
Laut Dr. Mitev scheitert aktives Asset Management nicht am Konzept, sondern an menschlichen Beschränkungen: begrenzte Verarbeitungskapazität, Biases und langsame Reaktionsfähigkeit. KI‑basierte Systeme hingegen analysieren riesige Datenmengen, erkennen Muster, handeln diszipliniert und bleiben frei von Emotionen. Damit können sie das liefern, was aktives Asset Management verspricht, aber selten erreicht: vorausschauende, systematische Entscheidungen zu deutlich niedrigeren Kosten.
Wie KI die Märkte wiederbeleben kann
Dr. Mitev sieht in KI die Chance, Märkte wieder effizienter und zukunftsorientierter zu machen. Wenn Kapitalströme nicht mehr blind passiven Indizes folgen, sondern auf datenbasierte Signale reagieren, werden Qualität und Innovation wieder stärker belohnt. Entscheidend sei jedoch, KI nicht als Zusatztool zu behandeln, sondern als zentrales Betriebssystem des Investmentprozesses. Nur so könne die Branche verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und echte Wertschöpfung liefern.
Mehr dazu hier: AI won’t kill active management, it will save it - Funds Europe