Kapitalmarkt 2026 – Ein Ausblick mit Augenmaß, Optimismus und einem Hauch Realitätssinn
Wenn wir über die Börse sprechen, schauen wir selten in den Rückspiegel. Der Blick geht nach vorne – und 2026 steht schon jetzt als ein Jahr im Kalender, das uns eine Mischung aus Chancen, Überraschungen und vielleicht dem ein oder anderen Stirnrunzeln bescheren wird.14.01.2026 | 09:07 Uhr
Zeit also für eine nüchterne, aber durchaus entspannte Betrachtung der nächsten zwölf Monate. Oder wie ich gerne sage: Willkommen in der wunderbaren Welt der Aktien.
2. Möglicher Trend 2026: Flight to Quality 3. Europa Comeback – gute Chance auf Fortsetzung 2026 3. Viele Risiken bleiben auch 2026 3. Ausblick 2026: Der Optimismus bleibt 3. ASML: Ein Burggraben, der eine eigene Postleitzahl verdient hätte 3. Wie setzen wir das um? Ganz einfach: Modern Value als Sicherheitsgurt 2026 wird ein Test. Manche sprechen von einer Zäsur, andere vom „Jahr
der Wahrheit“ – und so ganz falsch ist das nicht. Vieles, was sich über
Jahre angestaut hat, muss jetzt irgendwie verarbeitet werden:
fiskalische Schieflagen, überzogene Bewertungen in Teilen des
Tech-Sektors und eine Geldpolitik, die seit 15 Jahren im Ausnahmezustand
operiert. Und genau dieses Gemisch sorgt dafür, dass Anleger jetzt sehr
genau hinschauen müssen. Beginnen
wir mit dem unübersehbaren Elefanten im Raum: Künstliche Intelligenz.
2025 war KI in aller Munde, in allen Portfolios und in ziemlich vielen
Präsentationen. Noch nie sind so schnell so viele Milliarden in einen
technologischen Trend geflossen. Die entscheidende Frage für 2026 lautet also: War das schon die Übertreibung – oder geht da noch was?
Studien zeigen, dass über 90 % der KI-Investitionen erst einmal keine
kurzfristige Produktivitätswunder entfesseln. KI ist also kein
Instant-Kaffee, sondern eher ein Slow Cooker: Es duftet schon
vielversprechend, aber das fertige Gericht braucht noch Zeit. Und ja –
manche Bewertungen sind inzwischen ambitioniert genug, um selbst
optimistische Anleger leicht erröten zu lassen. 2026
könnte somit etwas Ernüchterung bei dem Thema Nummer eins an den Börsen
bringen. Nicht alle Aktien, die derzeit im KI-Hype etwas an
Bodenhaftung verloren haben, werden den Höhenflug fortsetzen. Für so
manchen Überflieger könnte es zu einer unsanften Landung kommen – wenn
beispielsweise bei den Geschäftszahlen die immens gestiegenen
Erwartungen nicht mehr komplett erfüllt werden können. Also hier gilt:
Nur wenn die KI-Chancen größer als die KI-Risiken sind oder die
Geschäftsmodelle auf absehbare Zeit gar nicht oder nur kaum von
KI-Anwendungen negativ betroffen sind, lohnt sich der genaue Blick auf
Unternehmen. Falls
die Erwartungen nicht erfüllt werden, könnte 2026 ein Jahr werden, in
dem Anleger wieder stärker das suchen, was wir „Flight to Quality“
nennen. Also Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen, stabilen
Erträgen, echten Burggräben und einem Geschäftsverlauf, der auch ohne
jeden Hype funktioniert. Genau das, worauf wir bei Shareholder Value
Management seit jeher setzen. Das sind die langweilig-verlässlichen
Unternehmen wie Allianz, Microsoft, Münchener Rück – oder auch weniger
bekannte Perlen der zweiten Reihe. Kurz: Werte, bei denen das
Geschäftsmodell stärker glänzt als jede KI-Pressemitteilung. Ein
weiterer Trend, der sich abzeichnet, ist die Rückkehr Europas auf die
große Börsenbühne. 2025 haben europäische Aktien überraschend stark
performt und zeitweise sogar die USA hinter sich gelassen. Kein Grund
für Champagner, aber vielleicht für ein stilles Lächeln. Europa
ist strukturell gefordert – aber es bewegt sich etwas. Und 2026 könnte
das Jahr werden, in dem sich die jahrelang aufgebaute Unterbewertung
endlich auszahlt. Bewertungen sind niedriger, Cashflows stabil,
Geschäftsmodelle planbar: Das ist ein Fundament, auf dem man aufbauen
kann. Manchmal fühlt man sich ein bisschen zu früh – aber aus
Bewertungssicht fühlen wir uns in Europa derzeit deutlich wohler als
beim Blick auf so manche US-Tech-Aktie in Hochstimmung. Natürlich
wäre kein Jahresausblick vollständig ohne die Risiken, die uns 2026
begleiten. Besonders spannend – und zugleich unangenehm – ist die
Entwicklung in den USA. Die Schuldenquote kratzt an der Marke von 140 %
des BIP. Das ist nicht nur wirtschaftspolitisch sportlich, das schränkt
auch die Optionen der Regierung stark ein. Die
Lösung scheint bereits skizziert: finanzielle Repression. Ein unschöner
Begriff für etwas sehr Einfaches: Sparer sollen über negative
Realzinsen schleichend zur Kasse gebeten werden. Und
dann gibt es da noch die Diskussionen rund um den sogenannten
„Mar-a-Lago-Accord“, eine Art Blaupause für die Wirtschaftspolitik in
einer zweiten Trump-Amtszeit. Konzepte aus seinem Umfeld – etwa von
Stephen Miran – enthalten Vorschläge, die internationalen Investoren
große Sorgen bereiten: Kurz
gesagt: Wer US-Staatsanleihen hält, könnte eine Art Sonderbehandlung
bekommen – und die dürfte wenig Freude bereiten. Kritiker warnen
bereits, dass solche Schritte das Vertrauen in den Dollar und die
Safe-Haven-Funktion der Treasuries beschädigen könnten. Und das wäre
exakt der Stoff, aus dem globale Marktverwerfungen entstehen. Zudem
wird es spannend bei der US-Notenbank Fed. Nicht wegen der Geldpolitik
selbst, sondern wegen ihres neuen Chefs oder ihrer neuen Chefin. Der
Wechsel an der Spitze der Federal Reserve könnte sich zu einem politisch
aufgeladenen Schauspiel entwickeln – und wir wissen alle, dass Donald
Trump nicht dafür bekannt ist, sich im Hintergrund zu halten. Die Frage
ist also: Bekommen wir eine unabhängige Fed – oder eine Fed von Trumps
Gnaden? Beides hätte enorme Auswirkungen auf Inflation, Zinsen und
Märkte. Hinzu
kommen die geopolitischen Dauerbaustellen, die an den Kapitalmärkten
inzwischen fast schon ignoriert werden. Der Krieg in der Ukraine ist
ungelöst, die Lage im Nahen Osten bleibt instabil, und immer wieder
flammt die Sorge um Taiwan auf. Und trotzdem – in den monatlichen
Risikoabfragen der großen Fondsmanager rangieren geopolitische Risiken
inzwischen hinter der möglichen KI-Blase. Ein gefährlicher blinder
Fleck, wenn man mich fragt. Trotz
all dieser Unsicherheiten bleiben wir optimistisch. Warum? Weil die
Unternehmen in den USA für 2026 wieder ein deutliches Gewinnwachstum
erwarten – rund 14 % im S&P 500. Das ist kein Boom, aber ein solides
Fundament. Und gerade in einem Umfeld, in dem die Luft oben dünner
wird, lohnt es sich, eine Strategie der ruhigen Hand zu fahren: Wenn
Anleihen politisch unter Druck geraten und Realzinsen strukturell
negativ bleiben, dann führt eben kein Weg an einem klassischen Sachwert
vorbei: Aktien hervorragender Unternehmen. Und hier orientieren wir uns
ganz bewusst an Charlie Munger und Warren Buffett: Modern Value – ein
Ansatz, der weniger mit Nostalgie und mehr mit Zukunft zu tun hat. Unser
Fokus liegt auf Firmen mit echtem wirtschaftlichem Burggraben.
Unternehmen, die nicht nur heute Wettbewerbsvorteile haben, sondern auch
noch in zehn Jahren. 2026 stellt dabei eine neue Frage: Welcher
Burggraben hält auch dem Angriff der Künstlichen Intelligenz stand? Denn nur wer Preissetzungsmacht besitzt und in der digitalen Welt unersetzlich bleibt, kann reale Vermögenswerte schützen. Ein
Beispiel dafür ist ASML. Mit seinem faktischen Monopol auf EUV- und
High-NA-Lithografie steht das Unternehmen völlig außerhalb des
Wettbewerbsdrucks. Solche Firmen schwanken weniger, wachsen langfristig
stabil und entfalten genau jene Zinseszins-Wirkung, die langfristig
Vermögen aufbaut. Historisch zeigt sich immer wieder: Qualitätsaktien
liefern höhere Renditen bei geringerem Risiko. Ein seltenes Geschenk an
Anleger – fast schon so etwas wie der berühmte „Free Lunch“. Wir investieren dort, wo Qualität günstig ist – und wo die Masse gerade nicht hinschaut. Hier finden wir genau die Kombination, die 2026 so wichtig wird: Burggraben + Bewertung + Robustheit. Oder
kurz gesagt: Ein bisschen „Langeweile ins Depot holen“ – und darüber
freuen, wie analytisch langweilige Aktien langfristig sehr spannend
werden können. 2026
wird kein Selbstläufer. Aber es wird ein Jahr voller Chancen für
Anleger, die nicht jedem Trend hinterherrennen, sondern mit klarem Blick
und gesundem Menschenverstand investieren. Und hier bei Shareholder
Value Management werden wir genau das tun: ruhig bleiben, Risiken
einpreisen, Chancen nutzen – und wie immer wachsam bleiben, damit
Langeweile auch im kommenden Jahr ein ziemlich guter Renditetreiber
wird.Inhaltsverzeichnis
KI: Der Elefant im Raum
Möglicher Trend 2026: Flight to Quality
Europa Comeback – gute Chance auf Fortsetzung 2026
Viele Risiken bleiben auch 2026
Ausblick 2026: Der Optimismus bleibt
ASML: Ein Burggraben, der eine eigene Postleitzahl verdient hätte
Wie setzen wir das um? Ganz einfach: Modern Value als Sicherheitsgurt
Dies
ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und
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Bei
den dargestellten Szenarien handelt es sich um eine Schätzung der
zukünftigen Wertentwicklung, die auf Erkenntnissen aus der Vergangenheit
über die Wertentwicklung dieser Anlage und/oder den aktuellen
Marktbedingungen beruht und kein exakter Indikator ist. Wie viel Sie
tatsächlich erhalten, hängt davon ab, wie sich der Markt entwickelt und
wie lange Sie die Anlage/das Produkt halten.