Generali Asset Management stellt Führung neu auf
Die Investmenttochter des italienischen Versicherungskonzerns Generali treibt den Ausbau ihres Asset-Management-Geschäfts voran und plant einen Wechsel an der Spitze: Der Nominierungsausschuss von Generali Asset Management (GenAM) hat Russell Büsst als künftigen Chief Executive Officer vorgeschlagen. Gleichzeitig soll Filippo Casagrande die neu geschaffene Position des General Managers übernehmen.07.04.2026 | 08:30 Uhr
Die Personalien stehen noch unter dem Vorbehalt der üblichen Genehmigungsverfahren und sollen mit dem Ausscheiden des amtierenden CEO Bruno Servant Ende April 2026 wirksam werden.
Fokus auf Wachstum außerhalb der Generali-Gruppe
Mit der neuen Führungsstruktur verfolgt Generali Investments das Ziel, das Geschäft mit institutionellen Kunden und Pensionskassen außerhalb des eigenen Konzerns weiter auszubauen. Insbesondere die internationale Skalierung und die stärkere Marktdurchdringung in diesem Segment stehen im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung.
Büsst bringt dafür einschlägige Erfahrung mit: Derzeit verantwortet er als CEO und CIO die europäischen Aktivitäten von Conning, die zur Plattform Generali Investments gehört. In dieser Rolle ist er für Governance, Portfoliosteuerung und die Investmentstrategie zuständig. Seine Ernennung gilt als Signal für eine stärkere Fokussierung auf institutionelle Drittmandate.
Neue Rolle stärkt operative Führung
Parallel dazu wird mit der Position des General Managers eine zusätzliche Führungsebene eingezogen. Casagrande, derzeit Chief of Investments bei Generali Investments, soll diese Funktion übernehmen. Er ist seit 2009 im Unternehmen tätig und verfügt über umfassende Erfahrung in der Entwicklung von Anlagestrategien sowie der Steuerung der Asset Allocation. Zudem ist er seit März 2025 Vorsitzender von Generali Investments Luxemburg.
Mit seiner langjährigen Konzernzugehörigkeit gilt Casagrande als Garant für Kontinuität und internes Know-how, während Büsst den externen Wachstumskurs forcieren soll.
Starkes Geschäftsjahr als Ausgangsbasis
Laut Woody Bradford blickt GenAM auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Trotz eines volatilen Marktumfelds habe das Unternehmen stabile Ergebnisse erzielt, getragen von einer starken Investmentperformance und einer positiven Geschäftsdynamik. Besonders hervorgehoben wird der Rekordstand bei institutionellen Mandaten sowie die hohe Kundenbindung.
Die geplanten personellen Veränderungen und die organisatorische Neuausrichtung seien daher ein konsequenter Schritt, um den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen und die Marktposition weiter auszubauen.
Übergang mit klarer strategischer Stoßrichtung
Mit dem bevorstehenden Abschied von Bruno Servant endet eine prägende Phase für GenAM. Die neue Doppelspitze soll nun die nächste Wachstumsstufe einläuten – mit klarem Fokus auf externe Kunden, institutionelle Mandate und eine stärkere internationale Präsenz.