Das sind die zehn reichsten Notenbanken der Welt

Sie sind verantwortlich für die Stabilität einer Währung und damit auch eines Wirtschaftssystems: Die staatlichen Notenbanken bewahrten in der Finanzkrise das internationalen Bankensystem vorm Zusammenbruch und hielten während Corona die Wirtschaft am Laufen. Ihre Macht hängt auch von den Vermögenswerten ab, die sie horten. Das sind die Top Ten. Spoiler: Die US-Fed liegt nicht an der Spitze.

13.05.2026 | 12:15 Uhr von «Andreas Pilmes»

Platz 10: Hongkong

Die chinesische Sonderverwaltungszone verfügt eigentlich nicht über eine klassische Notenbank, sondern über eine Währungsbehörde, die Hong Kong Monetary Authority. Sie ist zuständig für die Stabilität des Hong Kong Dollar und beaufsichtigt das Bankenwesen. Umgerechnet 534 Milliarden US-Dollar stehen ihr dafür zur Verfügung.

Platz 9: Singapur

Der Stadtstaat ist das Finanzzentrum Asiens. Daher muss auch die Notenbank schlagkräftig sein – mit 610 Milliarden US-Dollar sollte das funktionieren. Das Vermögen der Zentralbanken besteht im Wesentlichen aus Staatsanleihen, internationalen Währungsreserven und lokalem Geld.

Platz 8: Brasilien

Das größte und mit 210 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Südamerikas zählt zu den aufstrebenden Wirtschaftsnationen. Ein Zentralbankvermögen von 898 Milliarden US-Dollar zeugt davon.

Platz 7: Indien

Noch so eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, allerdings mit 1,4 Milliarden Einwohnern. Die Reserve Bank of India hat gerade die Zinsen gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Sie verfügt über 911 Milliarden US-Dollar.

Platz 6: Großbritannien

Die Bank of England wurde 1694 gegründet und kümmert sich um das britische Pfund und die britische Wirtschaft. Auch sie hat unlängst den Leitzins gesenkt, auf 3,75 Prozent. Ihr gehören Werte von 1001 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Schweiz

In Krisenzeiten fliehen Anlegerinnen und Anleger regelmäßig in den Schweizer Franken. Er gilt als eine der stablisten Währungen der Welt. Dafür sorgt die Schweizerische Nationalbank SNB mit einem Vermögen im Wert von 1108 Milliarden US-Dollar.

Platz 4: Japan

Satte 4517 Milliarden US-Dollar stehen der Bank of Japan zur Verfügung. Aktuell kämpft sie gegen die Inflation und hat daher ihre jahrzehntelange Nullzinspolitik beendet.

Platz 3: USA

Die Federal Reserve und ihren Chef Jerome Powell hat Donald Trump aufs Korn genommen. Denn sie senkt dem Präsidenten die Zinsen nicht schnell genug. Powell wiederum hat auch die Inflationsgefahren im Blick, die nicht zu unterschätzen sind. 6587 Milliarden US-Dollar stehen auf dem Kontoauszug der Fed.

Platz 2: China

Die Chinesische Volksbank hat noch ein bisschen mehr Geld zur Verfügung: 6621 Milliarden US-Dollar. Sie hat für dieses Jahr Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Chinas Wirtschaft muss offenbar stimuliert werden. Auch der Konsum schwächelt seit geraumer Zeit.

Platz 1: Eurozone

Die Europäische Zentralbank besitzt das weltweit größte Vermögen – im Gegenwert von 7130 Milliarden US-Dollar. Das schiere Ausmaß der Vermögenswerte zeigt, wie aktiv die Bank bei der Stabilisierung des Euro während aufeinanderfolgender Krisen gewesen ist. Geleitet wird die EZB von Christine Lagarde. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.

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