Barometer: Schwellenländeraktien weiter an der Spitze

Eine lockere Geld- und Fiskalpolitik dürfte dazu beitragen, dass die Aktienmärkte ihre Gewinne weiter ausbauen. Wir gehen davon aus, dass sich Schwellenländeraktien in nächster Zeit von den übrigen Anlagen abheben werden.

06.02.2026 | 06:46 Uhr

Asset-Allocation: Aussichten für Aktien bleiben positiv

Die Aktienmärkte sind positiv in das neue Jahr gestartet, und die Voraussetzungen für weitere Kursgewinne sind gegeben. Die Liquiditätsbedingungen sind günstig, überall auf der Welt erhöhen die Regierungen die öffentlichen Ausgaben (sei es in Japan, den USA oder Deutschland), die Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind solide und die Inflation scheint unter Kontrolle zu sein (siehe Abb. 2). Wir bleiben daher in Aktien übergewichtet und in Anleihen untergewichtet und haben unser Engagement in den Industrie- und Schwellenländern erhöht.

Die vonuns beobachteten Konjunkturindikatoren stützen unsere Einschätzung. Was die Industrieländer anbelangt, sind die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA, der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz positiv. Besonders stark scheint das Wachstum jedoch in den Schwellenländern zu sein. Wir gehen davon aus, dass sich das BIP-Wachstumsgefälle zwischen Schwellen- und Industrieländern von 2,3 Prozentpunkten im Jahr 2025 auf 2,5 Prozentpunkte in diesem Jahr vergrössern wird – damit dürfte der Weg für eine Outperformance von Schwellenländeranlagen frei sein. Höhere Rohstoffpreise könnten für weiteren Rückenwind sorgen, insbesondere wenn der US-Dollar weiter nachgibt.

Die Bedingungen in China sind nicht ganz so positiv wie in anderen Schwellenländern. Das von der Regierung angestrebte Wachstum von 5% wird erreicht, aber die Wirtschaft hat Schwierigkeiten beim Übergang von einem exportorientierten zu einem von der Binnennachfrage getragenen Wachstum.

In den Industrieländern wird die US-Wirtschaft durch ein positives Geschäftsklima und den festen Willen, neue Arbeitskräfte einzustellen, unterstützt. Wir sind jedoch besorgt darüber, dass die Ausgaben der privaten Haushalte eher durch Ersparnisse als durch Einkommen finanziert werden – dies dürfte mittelfristig nicht tragbar sein.

In Europa hängen die Wachstumsaussichten von der Wirksamkeit der geplanten fiskalischen Anreize und Infrastrukturausgaben ab, insbesondere in Deutschland. Strukturreformen – wie die EU-Kapitalmarktunion, Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und die Diversifizierung der Energieversorgung – könnten weitere Wachstumsimpulse geben. Auf der anderen Seite bleibt die Stärke des Euro ein Risiko für die Exporteure der Region.

Die Währungsaufwertung und ihre potenziell negativen Auswirkungen auf die Exporte sind auch in Japan ein Thema, wo die bevorstehenden vorgezogenen Neuwahlen die Tür zu einem umfangreichen öffentlich finanzierten Konjunkturpaket öffnen könnten. Dies spricht für eine straffere Geldpolitik. Die Stärkung der Währung wird unseres Erachtens für die Bank of Japan Priorität haben. Wir gehen davon aus, dass die Zentralbank ihre Bilanz weiter normalisieren, die Zinssätze sowohl im April als auch im Dezember anheben und an den Devisenmärkten eingreifen wird. Wenn die Inflationsdynamik anhält, besteht das Risiko, dass die Straffung der Zentralbank das japanische BIP-Wachstum dämpfen könnte.

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