„10 Thesen zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten“
Der anhaltende Iran-Krieg hinterlässt tiefe Spuren an den Börsen weltweit. Dr. Stefan Schüder, CFA, Senior Specialist Economics bei der apoBank, erläutert in zehn Thesen die Turbulenzen an den Aktienmärkten.25.03.2026 | 07:59 Uhr
- Der Iran Konflikt ist zum zentralen Taktgeber der Finanzmärkte geworden - der Ölpreis bestimmt derzeit das Tempo an den Börsen.
- Die Märkte reagieren im Minutentakt auf jede Nachricht aus dem Golf - Entspannung lässt Aktien sofort steigen, neue Risiken drücken sie ebenso schnell.
- Energieintensive Branchen stehen massiv unter Druck - Öl- und Förderunternehmen zu den klaren Profiteuren der Krise zählen.
- Der breite Marktaufschwung seit Ende 2025 wurde abrupt gestoppt – geopolitische Risiken drängen Anleger wieder zurück in die großen Titel.
- Gerade kleinere Unternehmen geraten jetzt ins Hintertreffen - sie können steigende Energie und Finanzierungskosten kaum weitergeben.
- Großkonzerne mit Preissetzungsmacht sind die neuen defensiven Häfen - sie können Kostensteigerungen eher an Kunden weiterreichen.
- Die KI-Euphorie ist in den Hintergrund gerückt - steigende Kapitalkosten machen Investitionen in Chips und Rechenzentren deutlich riskanter.
- Trotz geopolitischer Spannungen bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen freundlich - die Weltwirtschaft wächst solide, angeführt von einer starken US Konjunktur.
- Sobald sich der Konflikt beruhigt, rücken die starken Unternehmensgewinne wieder in den Fokus – besonders aus den Emerging Markets, wo sich das Gewinnwachstum zuletzt deutlich beschleunigt hat.
- In diesem Umfeld wird selektives Investieren zur Pflicht – Gewinner sind Unternehmen mit robusten Cashflows, Preissetzungsmacht und geringer Energieabhängigkeit.