Janus Henderon Investors: Interview mit Jim Cielinski zur Abschwächung des globalen Wachstums

Jim Cielinski, Global Head of Fixed Income bei Janus Henderson Investors, erläutert die jüngste Abschwächung des globalen Wachstums und spricht über mögliche nächste Schritte der Notenbanken.

23.07.2019 | 12:21 Uhr

Seiner Meinung nach spiegelt sich in dem schwächeren globalen Wachstum ein abnehmendes Tempo der Globalisierung wider, eine Entwicklung, die sich bereits lange vor dem aktuellen Handelsstreit abzeichnete und vor allem auf demographische Faktoren, eine niedrige Produktivität und den technologischen Wandel zurückzuführen ist.

Das Umschwenken der US-Notenbank von einem 2018 restriktiveren zu einem nun wieder expansiven Kurs zeigt Cielinski zufolge, dass die bisherigen geldpolitischen Modelle nicht funktionieren und markiert einen Wendepunkt: Nahezu alle Industrienationen setzen aktuell wieder auf einen expansiveren Kurs.

Von einer angestrebten Normalisierung der Geldpolitik könne keine Rede mehr sein, stattdessen befinde sich die Wirtschaft wieder im Konvergenzmodus. Beobachter fragten daher zu Recht, was die Notenbanken im Fall eines deutlichen Konjunktureinbruchs zu tun gedenken. Da die bekannten Interventionsmöglichkeiten in ihrer Wirkung begrenzt sind, fordert Cielinski auch vor dem Hintergrund politischer Auswirkungen innovative Ideen. 

Die Suche nach höheren Renditen geht also weiter. Eine Balance zwischen ordentlichem Ertrag und relativer Sicherheit ist Cielinski zufolge noch bei Schuldpapieren von Unternehmen zu finden, und auch Hypothekenkredite, die im laufenden Zyklus keine starke Expansion erlebt haben, erscheinen ebenfalls interessant. Akzeptable Renditen seien auch am langen Ende der Kurve, in Industrieländern wie den USA auch am vorderen Ende der Kurve zu finden.

Das Interview in deutscher Übersetzung können Sie sich hier im PDF-Format downloaden.

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