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Aktien Frankfurt: Vor Fed- und EZB-Sitzung geht für den Dax nicht viel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach anfänglichen Verlusten hat der Dax am Mittwoch wieder leicht ins Plus gedreht. Zuletzt stieg der deutsche Leitindex um 0,13 Prozent auf 12 859,58 Punkte. Viel Aufwärtspotenzial trauen Analysten dem Dax zumindest kurzfristig jedoch nicht zu. Mit der Sitzung der Federal Reserve am Abend und der Europäischen Zentralbank am Donnerstag stehen die Höhepunkte dieser Börsenwoche kurz bevor.

13.06.2018 | 11:54 Uhr

Die Chart-Experten von Index Radar machten bei 12 870 Punkten eine "massive markttechnische Barriere" für den Dax aus. Zuletzt sei auf diesem Kursniveau die Verkaufsbereitschaft größer gewesen als die Neigung der Anleger zu Käufen.

Erneut besser als der Dax schlugen sich die Nebenwerte-Indizes. So rückte der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,65 Prozent vor auf 26 952,53 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,89 Prozent auf 2891,41 Zähler auf den höchsten Stand seit Anfang 2001. Der SDax der kleinen Börsenwerte erreichte sogar ein weiteres Rekordhoch.

Die Blicke der Anleger richten sich auf die Zinsentscheidung der Fed. Dabei steht weniger die nächste Zinserhöhung im Zentrum der Aufmerksamkeit, diese gilt längst als ausgemachte Sache. Die Investoren dürften vor allem auf die Zwischentöne hören, auf Andeutungen zum Tempo und Ausmaß der weiteren geldpolitischen Straffung. Mit Blick auf die EZB-Sitzung sind sich die Experten uneins, ob es eine klare Ansage über den Fortgang der Wertpapierkäufe im Herbst geben wird.

Im MDax setzte sich die Aktie des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport nach starken Verkehrszahlen im Mai an die Index-Spitze mit plus 3,9 Prozent. Mit dem Rückenwind von Fraport legten auch die Aktien der Lufthansa um 4,4 Prozent zu und sind damit an der Spitze des Dax.

Wirecard legten im TecDax um 2,3 Prozent zu, sie kosteten vorübergehend erstmals mehr als 150 Euro je Anteilsschein. Auftrieb gab der erfolgreiche Börsengang des Branchenkollegen Adyen in Amsterdam. Dessen Aktienkurs schnellte am ersten Handelstag nach oben. Die Eigentümer des niederländischen Zahlungsdienstleisters nahmen dank einer weltweit hohen Nachfrage nach den Papieren die maximal angestrebte Summe von rund 950 Millionen Euro ein.

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