11.04.2017 | 14:38

Haben die USA mittlerweile ein zu hohes Gewicht im MSCI World?

von Stephan Schrödl, FondsConsult Research AG

Aufgrund der massiven Outperformance des amerikanischen Marktes im laufenden Konjunkturzyklus fragen sich viele Investoren wie auch Fondsmanager, ob die zunehmende Dominanz der USA noch fundamental gerechtfertigt ist. Eine mögliche Antwort könnte im MSCI World GDP liegen, wo die Gewichtung der einzelnen Länder nicht auf Basis der Marktkapitalisierung des jeweiligen Aktienmarktes bestimmt wird, sondern anhand der wirtschaftlichen Leistung (BIP).

Wie hat sich also der USA- bzw. Europa-Anteil im MSCI World GDP relativ zum MSCI World in den letzten Jahren entwickelt?

Chart 1: USA-Anteil im MSCI World GDP relativ zum MSCI World seit 30.04.2010 (indexiert auf 100):

Quelle: Morningstar Direct; eigene Darstellung; Stichtag 31.03.17

Chart 2: Europa-Anteil im MSCI World GDP relativ zum MSCI World seit 30.04.2010 (indexiert auf 100):

Quelle: Morningstar Direct; eigene Darstellung, Stichtag 31.03.17

Wie in beiden Charts zu erkennen ist, notiert der Indikator nach einigen Jahren Bullenmarkt mehr oder weniger auf seinem Ausgangsniveau. Wir bewegen uns zumindest auf Basis dieses Indikators also keineswegs in gefährlichen Gewässern.

Disclaimer: Die im Blog zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen sind die persönliche Meinung des Autors und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung der FondsConsult Research AG oder der €uro Advisor Services GmbH wider.

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Stephan Schrödl

Stephan Schrödl

Stephan Schrödl ist Dipl.-Volkswirt und hat an der Universität Regensburg studiert. Bei der FondsConsult Research AG ist er als Senior Analyst für die Selektion von Investmentfonds verantwortlich. Zu seinen Spezialgebieten zählen u.a. Alternative Investments.

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