17.11.2015 | 10:38

Der Anfang vom Ende? Akronym FANG wird immer populärer

von Stephan Schrödl, FondsConsult Research AG

Für viele aktive Manager, insbesondere mit Bezug zum Value-Investing und der damit einhergehenden hohen Sensitivität beim Thema Bewertung (z.B. P/E), ist das Akronym FANG (Facebook, Amazon, Netflix, Google) der Feind des Jahres 2015. Denn aufgrund ihrer hervorragenden Wertentwicklung YTD prägen die genannten Aktien die Wertentwicklung des Index bzw. der Benchmark S&P 500 entscheidend mit. Aufgrund eines Zuwachses von mehr als 100% trifft dies auch auf Indexleichtgewicht Netflix zu. Kritik an luftigen KGVs oder moderaten Eigenkapitalrenditen wird von Growth-Managern gerne beiseite gewischt. Die Argumente (dynamisches Umsatzwachstum, Investitionen in die Zukunft, langfristige Netzwerkeffekte etc.) kennt man zur Genüge und hat sich daran sattgehört. Außerdem gelte diesmal wirklich „this time it’s different“. Zumindest ein bisschen. Dabei scheint das Urteil über die zukünftige Renditeerwartung an FANG schon lange gefällt. Der Umstand, dass die Medien nun überhaupt auf ein Akronym zurückgreifen können, sollte bei allen Investoren zu erhöhter Vorsicht führen. Man erinnere sich nur an das kürzlich zu Grabe getragene BRIC.

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Stephan Schrödl

Stephan Schrödl

Stephan Schrödl ist Dipl.-Volkswirt und hat an der Universität Regensburg studiert. Bei der FondsConsult Research AG ist er als Senior Analyst für die Selektion von Investmentfonds verantwortlich. Zu seinen Spezialgebieten zählen u.a. Alternative Investments.

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