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30.07.2010 09:00
Gesucht und gefunden
Vermögensberater vernachlässigen das Online- und Suchmaschinenmarketing
Banken und Vermögensberater unterschätzen das Internet bei der Akquise neuer Kunden. Denn suchen sie nach Informationen rund um Geld-Anlagen, werden Sparer und Investoren vor allem auf Online-Portalen fündig. Geldinstitute, Vermögensberater oder Fondsvermittler bieten sich online nämlich nicht als Ansprechpartner an oder vernachlässigen das Suchmaschinen-Marketing für ihre Seiten. Das ist das Ergebnis der Studie "Suchmaschinenoptimierung in der Finanzindustrie" von Kommalpha, einer Beratungsgesellschaft aus Hannover, die sich auf Dienstleistungen rund um Onlinemarketing und Websites spezialisiert hat. "Seit Jahren belegen Portale wie Wikipedia, Fondsvermittlung24 oder Investmentanlagen24 die besten Plätze auf den Suchergebnislisten von Google, wenn nach Stichworten rund um Fonds gesucht wird", erklärt Guido Pelzer, Geschäftsführer von Kommalpha.

Auch wenn eine Internet-Beratung ein Eigeninteresse hat, Finanzexperten auf ihre Dienstleistungen aufmerksam zu machen – unabhängige Vermögensberater sollten sich mit dem Thema Suchmaschinen-Marketing intensiver beschäftigen. Es gilt als vergleichsweise günstige Methode, neue Kunden übers Internet zu gewinnen. Außerdem verdrängt das Web als Informationsmedium zunehmend Zeitungen und Fernsehen und bereitet mit seinen Vergleichsmöglichkeiten immer mehr Entscheidungen auch in Geldfragen vor. In Deutschland ist bereits jeder Dritte regelmäßig online.

Für ihre Studie gaben die Marktforscher von Kommalpha Begriffe wie "Asset Management", "Spezialfonds" oder "Publikumsfonds" bei Google ein. Folge: Auf den ersten Plätzen fanden sich in der Ergebnisliste Webdienste wie Wikipedia, Fondsvermittlung24 oder Investmentanlagen24, die Erklärungen zu diesen Begriffen boten. Suchen Anleger beispielsweise nach Spezialfonds folgte erst auf dem vierten Platz Universal Investment, die deutsche Bank wiederum nahm Platz 48 ein – doch bis dahin klicken ungeduldige Webnutzer meist gar nicht mehr, zumal Google Suchergebnisse auch nach Kriterien wie Aktualität und Nützlichkeit rankt. "Um die Position im Google-Ranking zu verbessern, sollte man die Auswahl der Suchbegriffe oder Keywords sowie die Umsetzung der Webseitenoptimierung planen", empfiehlt Pelzer. Wer allerdings mit Hilfe von Suchmaschinen für seine Dienste online werben will, muss sich regelmäßig mit den Rankings beschäftigen und seine Website immer wieder aktualisieren, um eine gute Position zu halten. Die Studie "Suchmaschinenoptimierung in der Investmentindustrie" enthält einige Tipps und Vorschläge, selbst aktiv zu werden.

(vs)

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