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30.07.2010 08:30
Kauflust in Schwellenländern
Das Wachstum in Asien und Südamerika beflügelt Konsumwerte
Vom wachsenden Binnenkonsum der Schwellenländer profitieren nicht nur die heimischen Anbieter, sondern in zunehmendem Maße auch die westlichen Konsumgüterhersteller. Das pusht die Aktien der Unternehmen und damit auch die Fonds, die auf diese Werte setzen. "Mittlerweile erzielen viele große Konsumgüterhersteller mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes in den Emerging Markets", begründet Leon Svejgaard Pedersen, Fondsmanager des Nordea 1 Emerging Consumer Fund. "Mit dem starken Wirtschaftswachstum der Schwellenländer entsteht gleichzeitig auch eine immer größere und kaufkräftigere Kosumentenschicht, die sich dem westlichen Lebensstil anpasst." Folge: die Zahl der Exporteure in diese Regionen steigt stetig.

So erzielte ie Brauereigruppe SAB Miller 2009 etwa drei Viertel ihres Umsatzes in den Schwellenländern, auch der Kosmetikkonzern Avon Products kommt auf einen Anteil von 61,2 Prozent des Umsatzes. Colgate-Palmolive macht mittlerweile mehr als die Hälfte der Geschäfte (53,1 Prozent) in aufstrebenden Regionen wie Asien und Südamerika. "Dieser Trend umfasst aber nicht nur Konsumgüter des täglichen Bedarfs, sondern zunehmend auch teure Luxusgüter", sagt Pedersen. Die Luxusgüterkonzerne LVMH und Richemont verkauften 2009 etwas mehr als 31 Prozent ihrer Waren in den Schwellenländern. "Jährlich wächst die gesellschaftliche Mittelschicht in den Schwellenländen um bis zu 80 Millionen Menschen", sagt Pedersen. "Sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind, streben Menschen nach besseren Lebensbedingungen und kaufen Produkte, die sie sich vorher nicht leisten konnten." Von Fertiggerichte über Markentextilien, Kosmetik und Finanzdienstleistungen reichen die ersten Wünsche, danach folgen auch Reisen und schließlich teurer Luxus.

Besonders erfolgreich sind Investoren, wenn sie auf erfolgreiche Anbieter aus den Schwellenländern sowie bekannte Konzerne mit einem hohen Umsatzanteil in diesen regionen setzen. "Wir investieren weltweit und können so an den positiven Wirkungen des Schwellenländer­Booms wesentlich flexibler und oft mit weniger Risiko partizipieren", meint Pedersen. Bei Aktien aus den Schwellenländern achtet der Manager darauf, dass das ausgewählte Unternehmen zu den besten Drei seiner Branche zählt. Schlüsselkriterium für westliche Unternehmen ist hingegen der Ertragsanteil, der jeweils in den Schwellenländern erzielt wird. So müssen mindestens 30 Prozent der Erträge aus den Schwellenländern kommen, oder aber das Unternehmen wird diese Schwelle innerhalb der nächsten zwölf Monate überschreiten.

Konsumgüterfonds:
Nordeas Emerging Consumer Fund hat seit seinem Start mehr als 40 Prozent an Wert zugelegt. ISIN: LU0390857471
Robeco Consumer Goods Equities EUR D ISIN: LU0187079347
SSgA Consumer Staples Index Equity Fund ISIN: FR0000018491
OP Food GlobalISIN: DE0008486655

(vs)
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