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Fachbegriffe von A–Z Fachchinesisch im Investmentbereich? Das muss nicht sein. Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Fonds finden Sie hier.
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| 29.07.2010 10:10 |
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| ETF richtig wählen |
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Index und die Höhe des verwalteten Volumens sind die Werte, auf die Anleger achten sollten, meint Detlef Glow von Lippers |
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Exchange Trading Funds (ETF) sind beliebt und bilden zunehmend die Grundlage für Sparpläne oder ergänzen ein Fonds-Portfolio. Die Fonds werden nicht aktiv gemangt, sondern bilden Indizes ab. Anleger setzen damit auf Trends oder auf Regionen wie Afrika, wo einzelne Aktien bisher noch keine ausreichende Liquidität erreichen. "Doch während über die Auswahl aktiver Fonds viel geschrieben wird, existiert für die Wahl passiver Instrumente bisher wenig Research", stellt Detlef Glow fest. Der Fonds-Experte vom Analysehaus Lippers, einer Tochter von Thomson Reuters, schaut daher besonders auf den Index, der einem ETF zugrunde liegt, sowie auf die Entwicklung des verwalteten Vermögens, um die Qualität zu bewerten. "Bei der Wahl eines ETF entscheiden sich Investoren in erster Linie für einen Markt und nicht für einen Manager", erläutert Glow. "Daher können sie nicht auf die üblichen Kennzahlen wie etwa die Sharpe-Ratio oder Information-Ratio zurückgreifen.
Doch vor allem aus dem Index ließen sich, so Glow, drei Qualitätskriterien herauslesen. Dabei sei es wichtig, sich tatsächlich an dem Index zu orientieren, der dem ETF zugrunde liegt. Die drei Qualitätskriterien sind dann: 1. Die relative Wertentwicklung: "Die monatliche relative Wertentwicklung sollte möglichst Null betragen und der Fonds somit keine höheren oder niedrigere Wertentwicklung als der Index aufweisen", erklärt Glow. So stellen Investoren sicher, dass der Fonds den Index nachbaut.
2. Der Tracking Error: Er misst die Renditedifferenz zwischen Fondsperformance und Benchmark und wird in Prozent angegeben. Optimal bei einem ETF wäre ein Wert um Null, gut einer, der unter einem Prozent liegt. Auch das ist ein Hinweis für die genaue Abbildung des Indexes.
3. Korrelation mit dem Index:Hier schauen Investoren, ob der Fonds genauso läuft wie der Index. "Je höher der errechnete Korrelationskoeffizient ist – das Maximum ist 1 – desto genauer bildet der ETF den Index ab", meint Glow.
Eine nur untergeordnete Rolle bei der Bewertung von ETF spielt zwar das verwaltete Vermögen. Doch wer auf exotische Märkte oder auf exklusive Trends setzt, sollte auch laut Glow auch einen Blick auf diese Kennziffer werfen. "Im Falle einer Marktkonsolidierung könnte sie entscheidend sein für den Fortbestand eines Fonds", sagt Glow. Zudem können Investoren Rückschlüsse auf die Qualität des Managements ziehen, wenn sie die Entwicklung des Fondsvermögens mit dem Tracking Error kombinieren. "Bleibt der Tracking Error trotz hoher Mittelzu- oder -Abflüsse niedrig, zeugt dies von guten Prozessen im Management", so der Fondsexperte.
(vs)
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