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| 19.07.2010 12:09 |
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| Thema Geld: Deutsche geben sich schlechte Noten |
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Nur jeder siebte Deutsche glaubt, dass er sich gut oder sogar sehr gut mit Geld, Börse, Finanzmärkten und Wirtschaftsthemen auskennt |
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Zeugniszeit nicht nur in den Schulen: In einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Commerzbank gab sich die Mehrheit der 1000 befragten Bundesdeutschen allenfalls befriedigende Noten für ihr Wissen zu den Themengebieten Geld, Börse, Finanzmärkte und Wirtschaft. Die Defizite beheben sollen Schule, Universitäten und der Staat.
"Ob Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Altersvorsorge oder die Finanzierung der Bildung für die Kinder – wirtschaftliche Themen gewinnen in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung. Deswegen ist es wichtig, dass sich die Bürger hier besser auskennen als bisher", erklärte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.
Mit diesem Wissen ist es allerdings nicht weit her, bestätigt die aktuelle Untersuchung bereits bekannte Ergebnis zurückliegender Umfragen, bei denen zum Beispiel jeder vierte Befragte nichts mit Begriffen wie Inflation oder Rezession anfangen konnte. Und das sehen die Befragten durchaus auch selber so. Denn die große Mehrheit der Bundesbürger würde sich in einem gedachten Schulfach "Geld & Wirtschaft" nur die Note "drei" oder schlechter geben. Nur zwei Prozent bescheinigten sich selber "sehr gutes", weitere 14 Prozent "gutes" Finanzwissen.
»Bei der von TNS Emnid im Auftrag der Commerzbank unter 1.000 Erwachsenen durchgeführten Befragung sagten 50 Prozent, ihr Wirtschaftswissen sei bestenfalls "befriedigend", 21 Prozent gaben sich die Note "ausreichend", neun Prozent "mangelhaft" und drei Prozent sogar "ungenügend". Tendenziell wird das eigene Wirtschaftswissen von Frauen und Ostdeutschen sogar noch schlechter eingeschätzt. Besser bewerten sich Menschen mit Abitur oder Hochschulabschluss sowie Personen mit Nettoeinkommen über 2.000 Euro im Monat.«
Immerhin noch elf Prozent der Bürger erwarten, dass Banken etwas für die Verbesserung des Wirtschaftswissens der Bevölkerung tun. Hauptadressaten sind jedoch andere: "Diese Aufgabe schreiben 43 Prozent den Schulen und Universitäten zu, weitere 26 Prozent sehen den Staat in der Pflicht, 18 Prozent setzen auf die Medien", so das Ergebnis der TNS-Emnid-Umfrage. (kju)
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