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| 18.06.2010 10:46 |
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| Fundamentales aus Schwellenländern |
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Investoren suchen zurzeit nach Anlagen in Schwellenländern: Der Magellan C-Fonds von Comgest gehört zu den vielfach Ausgezeichneten auf diesem Feld |
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Sie haben kein Schuldenproblem, ihre Konjunktur boomt und Überalterung der Bevölkerung ist dort kein Thema: Schwellenländer gelten deshalb unter Anlegern schon lange als Gewinn bringende Regionen. Doch zurzeit ist die Nachfrage besonders hoch, freuen sich die entsprechenden Fonds über starke Mittelzuflüsse: "Die Finanz- oder Eurokrise sind strukturelle Krisen der Industriestaaten, aus denen eine dauerhaft niedrige Wachstumsrate dieser Länder resultiert", erklärt Fondsmanager Vincent Strauss von Comgest. "Dadurch werden die Schwellenländer für Anleger noch attraktiver." Zusammen mit Wojciech Stanislawski managt Strauss den Magellan C-Fonds, den die französische Vermögensverwaltung Comgest 1988 aufgelegt und der sich seither einen guten Namen als zuverlässiger Renditebringer gemacht hat. Im Vergleich zum Börsenindex MSCI Emerging Markets, der den Erfolg der wichtigsten Unternehmen aus Schwellenländern nachvollzieht, schlug sich der französische Fonds meist besser (s. Onvista-Chart über 5 Jahre).
"Wir sind Stock Picker", erklärt Strauss die Anlagephilosophie. "Investiert wird alleine in Unternehmen, die ein überdurchschnittliches, aber gleichzeitig vorhersehbares Gewinnwachstum pro Aktie bieten." Um solche Renditeperlen zu finden, lesen die Analysten-Teams in Paris und Hongkong die Bilanzen der Unternehmen, befragen zudem deren Konkurrenten, aber auch das Management. "Insgesamt haben wir in Schwellenländern nur etwa 150 Unternehmen gefunden, die unsere Kriterien erfüllen", berichtet Strauss. "Die Unternehmen, die in die engere Wahl kommen, analysieren wir detailliert." Knapp 50 Namen haben es in den Fonds geschafft. Besonders stark (zu knapp 30 Prozent) sind im Magellan C die Hersteller von Konsumgütern vertreten, danach folgen Telekommunikations-Dienstleister (18 Prozent) und Technologieunternehmen (11 Prozent). Geht es nach den Regionen, in denen die Unternehmen agieren, liegt Südafrika zurzeit mit einem Anteil von rund 15 Prozent vorn. "Aus makroökonomischer Sicht ist das Land wegen seiner sinkenden Produktivität und wegen der politischen Instabilität nur durchschnittlich attraktiv", so Strauss, "aber wir haben dort viele attraktiven Unternehmen gefunden." Dazu gehören etwa die Telekommunikations-Gesellschaft MTN oder die Minenbetreiber Gold Fields. "Hinsichtlich der Verteilung im Portfolio schenken wir aber den Regionen keine Beachtung, alle Anlageentscheidungen basieren auf einer fundamentalen Unternehmensanalyse", so Strauss. Die Unternehmenswerte sind es, nach denen die Spezialisten suchen. Wegen der mangelnden Transparenz und fehlender Governance-Regeln halten chinesische Unternehmen zurzeit nur einen Anteil von knapp sechs Prozent im Magellan C. "Für eine langfristige Investition in ein Unternehmen brauchen wir Vertrauen in das Management – das ist in China oft sehr schwierig", meint Strauss.
Die solide Auswahl nach Fundamentaldaten hat dem Magellan C-team dich wichtigsten Auszeichnungen der Branche eingebracht. Morning Star bewertet den Fonds als "Elite" und vergab fünf Sterne, die Zeitschrift Euro indes die Note 1 und Sauren belohnte das Management mit dreimal Gold. Die Aussichten für den Fonds, in dem aktuell mehr als drei Milliarden Euro investiert sind, stehen günstig – und das nicht nur, weil Schwellenländer unter Anlegern gerade ungemein beliebt sind.
Magellan C: Daten und Fakten
• Codes: WKN 577954; ISIN FR0000292278
• Gesellschaft: Comgest, Frankreich
• Gesamtrendite p.a. seit 1994: 9,9 Prozent
• Rendite p.a.: 4,65 Prozent
• Währung: Euro
• Agio: 3,25 Prozent
• Verwaltungsgebühr: 1,75 Prozent
(vs)
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